Mittwoch, 4. Oktober 2017

Lenja goes back to school

Hallo ihr Lieben!

Wie angekündigt heute die Erklärung was ich denn lerne und wieso!

Schuld an dem Ganzen ist völlig alleine meine liebe Freundin Materialfehler :D Die setzte mir Anfang September den Floh ins Ohr, weil sie mich fragte warum ich mich denn nicht weiterbilde? Sie konnte es gar nicht ertragen, dass ich sesshafter Routinemensch mich so gar nicht weiterentwickeln und neues machen will. Sie fragte ob ich nicht die Matura (Abitur) nachhole oder einfach eine Ausbildung in Richtung Ernährungsberater machen möchte, wo mich das Thema doch so interessiert.
Matura nachholen hab ich gleich lachend ausgeschlossen. Meine Schulbildung ist soviel niedriger und ich müsste so imens viel nachholen, da wird mir schlecht - und ehrlich gesagt reizt mich das auch gar nicht. Naja zumindest noch nicht, wer weiß wie ich in ein paar Jahren darüber denke.

Aber das Wort Ernährungsberater hallte einige Tage in mir nach und ging mir niiiiiicht aus dem Kopf!! Unfassbare Idee, beängstigende, ungewisse Änderung und wie wird das Lernpensum meinen Alltag beeinflussen? Kann ich überhaupt noch lernen? Nach 15 Jahren seit dem letzten Schulbesuch?! Was ist wenn ich versage? Aber wie toll könnte es auch sein? Was könnte ich alles neues lernen und meine Wissenslücken auffüllen! Tausend Gedanken drehten sich endlos in mir.
Führte so weit, dass ich mich mal rein theoretisch im Internet umsah, welche konkreten Fortbildungen es denn überhaupt gäbe, was die kosten und wie die ablaufen. Zufällig bot einer der Forbildungszentren in meiner Nähe einen Info-Abend Ende September an, den ich mir gleich in den Kalender eintrug und bis dahin die Idee weiter im Kopf rumwälzte. Für Änderungen brauche ich immer etwas Zeit um mich dran zu gewöhnen. ;) Außerdem gab mir die Wartezeit die Möglichkeit abzuwägen, ob das nur eine kurze Laune war, oder doch ernsthaftes Interesse.


Der Infoabend kam, ich überwand meine Scheu und Zweifel und fuhr nach Feierabend alleine nach Linz. Setzte mich mutig in den Raum voller Fremder, hörte mir an, was die Fortbildung so zu bieten hat und ob das ganze Institut mir seriös und sympathisch erschien. Gerade ersteres war mir sehr wichtig, da ich schon vermutet habe, dass es ein Fernstudium wird und ich nicht blind rein von der Internetdarstellung einen Anbieter vertrauen wollte.
Tja und was soll ich sagen?
Ich hab am nächsten Tag kurzerhand meine Anmeldung abgeschickt und erst mal ein großes "OMG ich hab es getan" an meine Freundinnen geschickt :D

Wofür habe ich mich angemeldet?
-> Ein Fernstudium für "Dipl. Ernährungstrainer".


Warum ein Fernstudium?
Nach dem Infoabend hatte ich große Lust wöchentlich dort gemeinsam mit den anderen zu lernen und die Schulbank vor Ort zu drücken. Die Trainerin/Lehrerin war sehr sympathisch und die Kursinteressierten alle sehr nett. Wäre sicher unglaublich lustig und spannend mal wieder neue Leute in einer schulischen Umgebung kennen zu lernen. Die Zeiten wären auch sehr passend gewesen, jeden FR von 14-21 Uhr. Wäre gut machbar für mich und dennoch ein freies Wochenende.
Aber leider kollidiert der Kurs mit unserem Kinderwunsch! :D Einerseits geht der Kurs bis Juli und sollten wir endlich Glück haben und bald schwanger werden, ist die Geburt noch vorm Kursende. Andererseits kann ich nicht abschätzen wie es mir in der Schwangerschaft geht, ob ich genug Energie habe jeden FR konzentriert im Kurs zu sitzen und am WE viel zu lernen. Mit Kurs vor Ort ist alles zeitlich sehr fix verplant, die Zwischenprüfung, die mündliche Abschlussprüfung und Diplomabschluss - da kann ich nichts verschieben. Und dass ist mir dann zu ungewiss und stressig.
Also schweren Herzens doch das Fernstudium. Hier bin ich völlig unabhängig, kann mir solange Zeit lassen wie ich halt benötige. Gibt keine Frist bis wann ich nach Start den Abschluss machen muss. Wenn ich es vor der Geburt noch schaffe, wunderbar. Wenn Geburt und Stillzeit dazwischen kommt, auch egal!

Scheiß drauf - jetzt erst recht!
Mein neues Lebensmotto, dass ich auch hier wieder angewendet habe. Ich hätte natürlich auch den Kursbeitritt bis nach der Karenzzeit verschieben können. Um dann in den Genuss zu kommen, doch wöchentlich dort Leute zu treffen. Aber dass ist nur wieder ein nerviges Aufschieben auf unbestimmte Zeit. Und ich will nicht mehr Aufschieben und warten bis "danach". Ich will JETZT tun was mir Spaß macht!
Und sicher auch gut, wenn ich meine Wissenslücken vor dem Einzug von Kindern fülle :) Dann kann ich unsere baldige Familie gleich von Anfang an gesund und ausgewogen bekochen.


Motivation und Ziele
Warum mache ich die Fortbildung überhaupt? Was erwarte/erhoffe ich mir davon?
Eigentlich hauptsächlich weil mich das Thema sehr interessiert und ich gerne umfassenderes Grundwissen haben möchte. Vielleicht ergibt das noch eine Optimierung meiner eigenen Ernährung und Verbesserung meiner Psoriasis. Oder ich kann meinen Mann beim Abnehmen noch besser unterstützten! Ich habe (noch) kein Interesse mich beruflich als Ernährungstrainer zu versuchen, dass ist null Antrieb und Motivation.
Ich möchte das nur für mich lernen. Aus Freude an dem Thema, aus Wissensdurst und es wäre auch eine tolle Bereicherung für meinen Blog und euch. Ich könnte mit mehr Glaubwürdigkeit und Hintergrundwissen über Ernährungsthemen schreiben.

Und nun?
Heißt es lernen, dran bleiben und irgendwann den Abschluss machen. Ich hab noch keine zeitliche Vorstellung - mache mir da aber auch keinen Stress. Die Lernunterlagen habe ich alle, es verfällt nichts und ich habe auch keinen persönlichen Zeitdruck, dass ich bis XY fertig sein muss. Ich lerne nur für mich und mir ist es nicht wichtig dass ich zackzack fertig bin. ;)

Wie findet ihr meine Entscheidung?
Habt ihr selber lange nach der Schule noch eine Fortbildung angefangen? Oder habt ihr einen Schulabschluss nachgeholt? Was war es und wie ging es euch?

Kommentare:

  1. Hallo Lenja,

    Respekt dass du dir das noch so straff "antust". Ich hadere schon ewig mit mir mal eine Fremdsprache zu lernen (tschechisch, da wir häufig im Nachbarland sind), aber so richtig fehlt mir immer die Motivation. Deswegen bewunder ich dich wirklich für deinen Mut, in unserem Alter (klingt doof, aber ist doch so :D) nochmal die Schulbank zu drücken. Ich wünsch dir viel Erfolg :)
    LG
    Maria

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  2. Hallo Lenja,

    jetzt muss ich mich als langjährige, stille Stammleserin einmal zu Wort melden. Ich habe mit 36 Jahren eine Ausbildung zur Physiotherapeutin begonnen. Das war schon immer mein Traumberuf und ich wollte unbedingt nochmal etwas lernen. Es war zwar stellenweise schon anstrengend alles unter einen Hut zu bringen, aber es hat großen Spaß gemacht nochmal die Schulbank zu drücken. Ich hatte anfangs Bedenken, wie es mit dem Lernen und den vielen Prüfungen klappt. Jedenfalls habe ich vor gut 2 Wochen die Ausbildung erfolgreich beendet. Ich bin froh, daß ich den Schritt gewagt habe und finde es toll, daß Du die Fortbildung machst.

    LG
    Andrea

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  3. Ich muss so ein bisschen schmunzekn, weil wir beide absolut unterschiedliche Lebenswege haben. Ich bin etwa in deinem Alter, grade die 3 vorne und habe nach Abitur, dann Uni, dann Promotion und jetzt dem 2. Versuch in den Job zu starten eigentlich noch so gar keine große Pause vom Lernen gehabt und wünsche mir langsam mal eine. Ich weiß aber aus meinem Umfeld, dass es sehr sehr viel schwieriger ist, wieder mit dem Lernen anzufangen, wenn man einmal Pause gemacht hat.
    Deshalb ist es bestimmt die beste Entscheidung etwas zu nehmen, was dich wirklich interessiert. Ich drück dir die Daumen, dass du das erfolgreich abschließen kannst (du hast es hier öffentlich gemacht, du knnst es nicht stillschweigend unter den Tisch fallen lassen und nicht beenden ;) ) und dass du daraus ganz viel Nutzen ziehst.

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