Donnerstag, 12. Oktober 2017

Eliminierungsdiät - Soja im Test bei Psoriasis

Hallo ihr Lieben!

Die 3-wöchige Eliminierungsdiät, angeregt durch das Buch Autoimmerkrankungen behandeln von Dr. Blum, sind schon längst rum und heute möchte ich euch von den Erfahrungen und den Auswirkungen erzählen.

START: Mi. 13. September (KW37) 
Sehr ungewöhnlich so Mitten in der Woche und im Monat anzufangen, aber Montag ging sich nicht aus, ich musste damals erst noch einen "Schlachtplan" entwickeln und einige Portionen vorgekochte Tofugerichte aufessen ;)
Zu Beginn habe ich einen ganzheitlichen Status meiner Verfassung aufgenommen, mal sehen was sich hier tat:
- Noch gelegentliche Blähungen am Tag verteilt (Verdauung noch nicht 100% wie früher)
--> Blähungen waren nach 1 Woche weg, hatte jedoch nichts mit der Eliminierungsdiät zu tun
- Fast täglicher, gesunder Stuhlgang (dank anderer Eisentabletten sind die Verstopfungen weg)
--> Blieb gleich, ich laufe wie ein Uhrwerk
- Psoriasis an den Händen sehr ruhig. Minimale Rötung. Handflächen fast schuppenfrei, Haut große Spannkraft und Widerstandsfähigkeit. Nur Gelenke an rechter Hand sind rauer und man sieht Schuppen.
--> In der ersten Woche hatte ich einen Verbesserungsschub und die Handflächen wurden nochmal glatter und geschmeidiger. Ich dachte damals "verdammt Soja tut mir doch nicht gut". Die Gelenke blieben rau und röter wie immer, aber 5 Std. Rasenmähen machte die ganze Heilung dann sowieso zunichte :D
- Psoriasis am Ellbogen nicht gerötet, aber ähnlich schuppig wie die Gelenke und Haut trocken. --> Blieb genauso
- Juckreiz hatte ich sowieso noch nie --> wie immer
- Gesichtshaut unauffällig. Bis auf kleine Hormonpickel kein Problem. --> jep blieb auch
- Energielevel: sehr gesund und ausreichend hoch, bin selten unangebracht müde oder k.o. --> gleichbleibend
- Gewicht: aktuell ca. 55kg auf 162cm (ups zugenommen durch Fressanfälle und mentale Schwäche, arbeite mich aber nicht mehr hartnäckig runter, sondern betreibe jetzt Gewichthalten und Muskelaufbau)
--> Schwanke je nach Standhaftigkeit zwischen 54-55kg (hab mir ja vorgenommen wieder auf 52-53kg runter zu kommen - Beweis dass man auch vegan nicht automatisch schlank ist :D Weit gefehlt, wenn man die Geilheit von Mandelmus entdeckt hat :D )

Fazit der 3 Wochen:
Ist essenstechnisch leicht möglich, hab sehr leckere Gerichte gegessen. Vor allem Linseneintöpfe und indisches Daal war hoch im Kurs. Die Sojamilch habe ich rein wegen des Proteinhaushalts vermisst und bei vegan + sojafrei ist das etwas knifflig. Nachdem ich Erbsenproteinpulver fand, das auch noch sehr lecker schmeckt, hatte ich es etwas leichter. Vorteil von der ungesüßten Mandelmilch ist auch, dass sie extrem wenig kcal hat - dafür hat das Kokosjogurt (einzige Alternative zu vegan und sojafreiem Jogurt) wieder sehr viel mehr :D 
In den 3 Wochen war ich sogar 2x auswärts essen, was ich wie geplant ganz simpel gelöst habe: ich nahm mir eine Schale Essen mit! Bei Mama aß ich leckeres Porridge, während die Familie Naturschnitzel auf Rahmsoße mit Reis, Semmelknödel und Kartoffeln aß, und bei einer Ex-Arbeitskollegin, die ich in der Mittagspause traf, aß ich meine Apfel-Zimt-Hirse.

ENDE: Mi. 4. Oktober (KW40)
Pünktlich nach den 3 Wochen führte ich dann wieder Sojaprodukte in den Speiseplan ein. Ich ersetzte leichten Herzens das besagte kcal-bombige Kokosjogurt mit dem viel leichterem Sojajogurt, was ich mir immer am Abend als Nachtisch mit Brombeeren und gepufften Amaranth gönne.
Ich wartete gespannt wie meine Haut reagiert - doch es tat sich nichts! Keine Risse oder Schmerzen wie damals bei meinem Ei-Test (das ging echt fix und war sehr aussagekräftig!!), und auch keine langsame Verschlechterung. Meine Haut wird sogar wieder glatter und schöner gerade :D

Fazit nach einer Woche mit Soja: 
Soja scheine ich gut zu vertragen! Die jeweilige Veränderung scheint nicht damit in Zusammenhang zu stehen sondern an andere Faktoren zu liegen. Temperatur, Flüssigkeitshaushalt, Hormone und äußerliche Pflege durch Cremen/Öl beeinflussen die Spannkraft und Regeneration der Haut nicht wenig.

Wie geht es weiter?
Nach der ersten (vorsichtigen) Woche möchte ich nun wieder mehr auf Soja zurückgreifen und  weiter beobachten wie die Haut sich verhält, ob mit einer höheren Menge doch etwas anders ist? Neben dem Sojajogurt führe ich also auch wieder die altbekannte Sojamilch light von Alpro ein. Bei meinem täglichen Verbrauch (400ml im morgendlichen Shake und 250ml Mittags zu Hafer/Hirse) sind dass zwar +91kcal mehr als mit ungesüßter Mandelmilch, aber auch +10g Proteine mehr!!
Sollte meine Haut dann doch noch reagieren, lasse ich es euch natürlich wissen.

Die nächste Testrunde mit Nachtschattengewächse (Tomaten, Paprika, Kartoffeln) schiebe ich hinaus und esse ich weiterhin nicht. Möchte erst die höhere Sojamenge für mind 1-2 Wochen testen, dann sind diese dran.

Milchprodukte, Gluten, Zucker und Mais werde ich nicht testen. Letztere ist sowieso selten in meinem Speiseplan (ist oft in Fertigprodukten!) und von den Ausnahmen sterbe ich nicht ;) Milchpro lehne ich aus vielseitigen Gründen sowieso ab. Zucker meide ich oder gehe sorgfältig damit um. Und dass mir Gluten nicht gut tun, weiß ich seit der Ernährungsumstellung vor 4 Jahren, wo ich abrupte Verbesserung erfuhr nach Umstellung auf glutenfreies Getreide. Da ich keine Glutenunverträglichkeit habe, kann ich mir dann doch seltene Ausnahmen gönnen und bekomme keine Schmerzen von zB einmal Pizza pro Monat.

Habt ihr das Buch mittlerweile gelesen? Wie fandet ihr es? Konntet ihr etwas draus für euch ziehen und umsetzen?
Hat noch jemand eine Eliminierungsdiät gemacht? Was habt ihr getestet und wie waren die Ergebnisse?
Oder wisst ihr schon was ihr nicht verträgt? Wie wirkt sich dass bei euch dann aus?
Verträgt ihr Soja?

Kommentare:

  1. Klingt hoch interessant! Ich habe mir das Buch bisher nicht geholt, da ist dies nicht als E-Book gibt. Ich habe schon viele Bücher in dieser Richtung gekauft und viele habe ich bereut beziehungsweise diese Bücher haben mir gar nichts gebracht. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich noch nie so eine konsequente Eliminierungsdiät gemacht habe. Bei mir war es eher Verzicht auf Kuhmilch und Gluten. Schon allein Tomaten und Kartoffeln würde mir sehr sehr sehr schwer fallen. Könnte natürlich bei mir auch ein Punkt sein. Ich habe eine Laktoseintoleranz und kann Gluten auch nur in geringen Mengen vertragen. Allerdings scheinen hier auch noch andere Faktoren eine Rolle zu spielen, ob ich ein Gericht vertrage oder nicht. Ist irgendwie manchmal tagesformabhängig. Jedenfalls ernähre ich mich auch hauptsächlich vegan, vorrangig wegen der Tiere und Auswirkung aufs Klima und meiner Gesundheit natürlich auch. Ich bin gespannt wie es bei dir weitergeht. Lieben Gruß Dani

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  2. Was die Verstopfungen angeht kann ich auf jeden Fall auch Präbiotika empfehlen. Ich nehme die von Prebiona (bestelle von hier) und habe keine Probleme mehr mit dem Darm :)

    LG,
    Tina

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