Mittwoch, 13. September 2017

Eliminationsdiät gegen Autoimmunerkrankung laut Dr. Blum

Hallo ihr Lieben!

Ich muss meiner baldigen Buchvorstellung von "Autoimmunerkrankheitungen erfolgreich behandeln" von Dr. Susan Blum  kurz vorgreifen und euch eine direkte Umsetzung der dort enthaltenden Informationen und Tipps erzählen.

Ich beginne nämlich heute eine 3-wöchige Eliminationsdiät. Etwas, dass ich schon seit Jahren machen sollte, aber immer hinausgezögert habe.... weil ich einfach keine Lust hatte :D Von Heike weiß ich um die Wichtigkeit dieses Selbsttest um 100% zu wissen welche Lebensmittel oder -gruppen einem schlecht tun. Ich sah aber keine so große Dringlichkeit, da ich mich mit meiner selbst zusammengezimmerten Ernährung sehr wohl fühlte. Meine Psoriasis ist sehr stark abgeklungen, Blähungen sind Vergangenheit und ich war zufrieden wie es ist.
Am Wochenende beim Lesen des Buches packte mich aber irgendwie die Neugier und Lust es zu probieren. Dass mir tierisches Produkte wegen der entzündungsfördernder Arachidonsäure nicht gut tun, weiß ich und ist kein Thema mehr, sogar der Hauptgrund wieso ich mich vegan ernähre. Auch glutenhaltige Lebensmittel sind schon lange von meinem Routinespeiseplan gestrichen. Aber Soja esse ich sehr viel und würde mich interessieren ob ich es weiterhin ohne Bedenken essen/trinken darf, oder doch meiden sollte!

NICHT ERLAUBT für die nächsten 3 Wochen:
Milchprodukte, Gluten, Soja, Mais, Nachtschattengewächse, Zucker
(Bisschen ausgedehnt und gleich auch die restlichen, möglichen Problemquellen eingefügt. Mais ist kaum ein Thema, da ich wenig Fertigprodukte die damit gesüßt sind esse, steht aber im Buch, also erwähne ich es hier kurz. Zucker möchte ich etwas reduzieren, wenn auch nicht völlig möglich, da ich mir 1-2 Portionen Obst am Tag doch gönnen möchte. Ich versuche aber nun 3 Wochen Honig mit Birkenzucker zu ersetzen. Nachtschattengewächse werden oft bei Psoriasis als negativ erwähnt und obwohl ich eh kein Kartoffel- und Tomantenfan bin, verwende ich gerne Paprika und -pulver zum Kochen.)

Nebei ernähre ich mich weiterhin VEGAN, frei von Zitrusfrüchten, Erdnüsssen und Kaffee - praktiziere mit dieser Kombination eher aus Versehen die Leber-Unterstützungskur, die im Buch ganz zum Schluss vorgestellt wird. Da meine Leberwerte in den letzten 15 Jahren immer leicht erhöht waren, ist Entgiftung sicherlich ein wichtiges Thema für mich.

Die Umstellung zu dieser Eliminationsdiät fordert von mir nicht so viel Umdenken oder anders-kochen, als vielleicht für manche Leser. Muss eigentlich nur die Sojaprodukte ersetzen und mir Alternativen überlegen. Alles andere koche und esse ich ja eh schon lange so - wobei in den letzten Monaten sehr oft mal Ausnahmen waren oder ich den veganen Süßigkeiten verfallen bin :D Die Diät jetzt wird mir aber grundsätzlich eher leicht fallen und ich muss auch keine starken Entgiftungsnebenwirkungen befürchten.

Geplanter Speiseplan und Ideen was ich Alternativ esse:

Vormittags (anstatt Sojaprotein-Shake mit Soja-Milch)
Kichererbsen-Schokocreme (Rezept folgt!) mit Brombeeren
Erbsenproteinpulver mit Haselnussmilch

Mittags (bleibt fast gleich, nur statt Sojamilch eine andere Pflanzenmilch)
Hirse mit Apfel, Rosinen und Zimt
Overnightoats mit Obst
Hirse mit Linsen
Hirse mit Brokkoli oder Tiefkühlgemüsemix
Gemüsesticks mit Hummus
Hirse-Makis mit Avocado und Karotten

Snack am Nachmittag (statt Dattel-Schoko-Nuss-Riegel)
4 Parannüsse (für das benötigte Selen!)
Apfel oder Banane

Abends (statt XY mit Tofu)
Indisches Daal mit roten Linsen (Achtung ohne Paprikas!)
Linseneintopf mit Süßkartoffeln
Falafel mit Linsen/Sauerkraut/Rote Beete
Erbsennudeln mit rote Beete Soße
Erbsennudeln mit Linsen
Süßkartoffelgulasch mit Erbsennudeln (Achtung ohne Paprikapulver!)
Eierschwammerlgulasch mit Erbsennudeln (Achtung ohne Paprikapulver!)
Rote Beete Suppe mit Ingwer und Falafen
Kürbiscremesuppe mit Falafeln
Süßkartoffelpommes mit Hummus

Nachtisch (statt Sojamilch und -jogurt)
Goldene Milch (= Kurkuma-Ingwer-Drink) mit anderer Pflanzenmilch
Kokosjogurt mit frischen Beeren
Cashew Nüsse
Gemüsesticks
Kürbisfudge

Zum Glück ist gerade Herbst und ich liebe Linsen!!! :) Ich hätte sonst Probleme die nötige Proteinmenge täglich zu erreichen. Auch von Vorteil ist, dass ich nur noch minimal kcal-reduziert esse. Mit 1000-1200kcal hätte ich mit den Einschränkungen sicher etwas Probleme. Versuche momentan bei 1500-1800kcal zu bleiben.

Ziel dieser Eliminationsdiät ist, dass der Körper zur Ruhe kommt und keine weiteren Entzündungen, durch falsche Lebensmittel, hervorgerufen werden. Stichwort: leaky gut syndrom - was jeder Autoimmunkranke hat. Ich schone also meinen Körper 3 Wochen und beobachte wie meine Haut reagiert (ob die Psoriasis weiter abklingt) - und nach der festgelegten Zeit esse ich gezielt ein gestrichenes Lebensmittel und schau wie meine Pso reagiert.
Hoffentlich ist Soja kein Problem! :D Ich esse es zu gerne und ist sehr praktisch als Alternative, wenn man wie ich vegan essen möchte.

Auswärtsessen?!
Dass wird in den nächsten Wochen absolut NICHT möglich sein. Ich hoffe meine Familie will uns nicht ausgerechnet dann zum Essen einladen oder Freunde mit uns Essen gehen. Bei ersteren überlege ich einfach beinhart mir eine Schale mit Essen mitzubringen, wieso nicht?! Und Essen-gehen kann man auf danach verlegen oder zum Inder gehen, die haben mega Auswahl an veganen Speisen ohne Soja :)

Gesunde DARMFLORA wiederherstellen
Gleichzeitig mit diesem Test will ich meine angeschlagene Darmflora aufpeppeln. Ihr müsst wissen, dass ich beim Ausbruch meiner Psoriasis vor ca. 14 Jahren gleichzeitig unglaublich starke Blähungen bekam. Täglich, andauernd, egal was ich aß. War wahnsinnig unangenehm und psychischer Stress, da ich dauernd mit der Angst und Anspannung lebte, unkontrollierbare Blähungen mitten unter Menschen zu bekommen. Die Hölle!! Seit der Ernährungsumstellung vor wenigen Jahren ist das aber nur noch eine schlechte Erinnerung! Eine unglaubliche Erleichterung und ein deutliches Zeichen wie eng meine Psoriasis mit der Verdauung zusammen hängt. Sowohl Haut als auch Bauch sind mit der richtigen Ernährung ruhig und friedlich.
Die Zink"Vergiftung" neulich und einige parallel passierte Fressanfälle und Obst-Nascherei am Abend, hat meine Verdauung völlig aus dem Gleichgewicht geworfen und mich mit 1 Woche Monsterblähungen bestraft. Konnte das ganze zum Glück konsequent ausheilen und beruhigen mit Schonkost, richtiger Reihenfolge (siehe Beauty Detox Plan) und Geduld, aber denke eine gezielte Probiotika-Kur würde nicht schaden. Ich spekuliere nämlich auf einen kleinen Darmpilz-Befall, der mich zusätzlich nach Süßem hungern lässt. Zumindest begünstigt das viele Süße die Vermehrung der falschen Darmkulturen - und hier will ich gezielt die Guten einschleusen, damit die Bösen weniger werden.
Also ab heute gleichzeitig für 3 Monate Probiotika als Unterstützung beim Aufbau einer gesunden Darmflora.

Rechte Handfläche - dank veganer und glutenfreier Ernährung stark abgeklungen und ruhig

Rechter Handrücken, die Gelenke sind hartnäckig und noch merklich gerötet

Gesundheitlicher Status bei Beginn der Eliminationsdiät:
- Noch gelegentliche Blähungen am Tag verteilt (Verdauung noch nicht 100% wie früher)
- Fast täglicher, gesunder Stuhlgang (dank anderer Eisentabletten sind die Verstopfungen weg)
- Psoriasis an den Händen sehr ruhig. Minimale Rötung. Handflächen fast schuppenfrei, Haut große Spannkraft und Widerstandsfähigkeit. Nur Gelenke an rechter Hand sind rauer und man sieht Schuppen.
- Psoriasis am Ellbogen nicht gerötet, aber ähnlich schuppig wie die Gelenke und Haut trocken.
- Juckreiz hatte ich sowieso noch nie
- Gesichtshaut unauffällig. Bis auf kleine Hormonpickel kein Problem.
- Energielevel: sehr gesund und ausreichend hoch, bin selten unangebracht müde oder k.o. 
- Gewicht: aktuell ca. 55kg auf 162cm (ups zugenommen durch Fressanfälle und mentale Schwäche, arbeite mich aber nicht mehr hartnäckig runter, sondern betreibe jetzt Gewichthalten und Muskelaufbau)

Mal sehen wann es den nächsten Bericht gibt. Ich weiß nicht ob Zwischenberichte viel bringen, dafür ist die Zeitspanne zu kurz und bei den wöchentlichen Private Sunday Blogposts schreibe ich sicher kurz nebenbei wie es mir geht ;) 
Genaueren Rückblick wie es mir in den 3 Wochen ging gibt es dann also ab 4. Oktober!!

Habt ihr auch eine Autoimmerkrankung? Wie geht es euch damit?
Seid ihr bereit die Ursache für diese Krankheit zu finden und aufzulösen?
Wer hat so eine Eliminationsdiät schon hinter sich und was ergab es?
Konntet ihr auch so tolle Erfolge mit Ernährungsumstellung erzielen wie ich?
Welche Erfahrung habt ihr mit Ernährung, Verdauung und Gesundheit? folgt dann d
Wie geht es eurem Darm? Ignoriert ihr Blähungen und Bauchunwohlsein, weil ihr es einfach gewohnt seid und denkt, dass sei normal? Lasst euch gesagt sein: dass ist und muss es nicht sein!!
Nicht jede Autoimmunerkrankung kann man im Nachhinein heilen. Manche sind zu weit fortgeschritten, Organe und Gewebe angegriffen, aber viele Symptome kann man stark lindern, Lebensqualität imens verbessern und einige dürfen sich über eine vollständie Regeneration und Heilung freuen! Wer es nie versucht hat, wird nie wissen in welche Kategorie er gehört. Wird definitiv nur besser, nie schlechter mit einer richtigen Ernährung! Was habt ihr also zu verlieren?
Bei Fragen und Problemen bei der Ernährungsumstellung, dürft ihr euch gerne an mich wenden. Ich versuch mit Ideen und Eigenerfahrung zu helfen wo es geht :)

Bald folgt dann die vollständige Buchvorstellung und ein paar Rezepte von den Gerichten, die ich in den 3 Wochen koch.

Kommentare:

  1. Hallo Lenja,
    das ist ja mega interessant. Ich hab mir das Buch schon bestellt, nachdem du es auf Instagram erwähnt hattest ;) Autoimmunerkrankung stark verbessern? "Nur" über Ernährung. Ja bitte :) Also ich bin gespannt, wie dein Bericht nach den drei Wochen ausfällt und wie es dir geht.
    Das Buch habe ich grad erst angefangen und kann noch nicht wirklich was dazu sagen, außer sehr interesant. Auch wenn einiges nicht super neu ist, aber so schwarz auf weiß in einem Buch ist es doch noch mal was anderes.
    Soja esse ich so gut wie gar nicht, vielleicht alle halbe Jahr mal als Sojaschnetzel in der Bolognesealternative. Aber selbst das merke ich schon. Ich bin dann ein paar Tage nicht so fit. Leider. Wieso ich es dennoch esse? So alle halbe Jahr verdränge ich das mal, bis es wieder Thema ist.
    Gluten und der Zusammenhang mit Hashimoto ist ja auch ein Thema für sich. Ich muss sagen, dass ich in meiner komplett glutefreien Zeit keinen mega Unterschied festgestellt habe. Mittlerweile esse ich wieder Dinkel und Roggen. Auf Weizen verzichte ich weiterhin komplett, das vertrage ich nicht (oder nicht mehr). Ebenso Industriezucker. Damit geht es mir bzw. meiner Hashimoto wesentlich besser.
    Was ich spannend finde ist die Erwähnung es Eppstein-Barr-Virus/Pfeiffrisches Drüsenfieber. Hatte ich vor Jahren und dachte allerdings, damit es es auch gut. Das der Virus immer noch herumschwirrt und Schaden anrichten kann ist mir neu.
    Hat mich auch an das Buch "uf den Spuren der Methusalem-Ernährung" erinnert. Habe ich mir ebenfalls vor Jahre gekauft, aber es war so schwierig zu lesen. Komischer Schreibstil. Da ging es auch um diesen Virus und die späteren Auswirkungen. Das Buch krame ich dann auch mal wieder vor.

    Also du hast mich mal wieder in eine Richtung geschubbst, die sicherlich nicht verkehrt ist und mich daran erinnert, kümmer dich um dich selber. Die liebe Verdauung ist momentan nämlich auch nicht glücklich. Also wir werden sehen, wohin es mich führt ;)

    Auf meinem Zettel für den SD-Kontrollterim am Montag ist auch noch einiges dazu gewandert, nachdem ich mit dem Buch angefangen habe.

    Danke :)

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    1. Hallo liebe Steffi!
      Da sind wir wohl auf einer Wellenlänge. Ich schrei auch sofort "ja hier, dass mach ich" wenn ich etwas so simples und logisches höre.
      Ich hab über glutenfreie Ernährung und Hashimoto heute noch mit einer Freundin gesprochen, die es ebenfalls hat. Man merkt vermutlich wirklich nicht direkt eine Besserung, weil die Erkrankung großteils unauffällig im Körper agiert. Dass die Schilddrüse weniger stark angegriffen wird, werdet ihr vermutlich nicht merken. Aber langfristig ist es sicher hilfreich und vllt gelingt es euch dadurch wie Dr. Blum die Medikamente zu reduzieren! Alleine deshalb ist es echt den Versuch wert, finde ich.
      Und alleine wenn du Verdauungsprobleme hast, ist das Buch echt nochmal ein guter Denkanstoß!

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  2. Hallo Lenja, danke für den interessanten Bericht. Ich habe auch eine Autoimmunerkrankung und mein Darm ist dabei ein großes Problem. Du sprichst in dem Post die richtige Kombination von Lebensmitteln an, die dir geholfen hat. Magst du darüber vielleicht einmal berichten? Ich finde das hört sich sehr interessant an. Liebe Grüße Viktoria

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    1. Hallo liebe Viktoria!
      Wenn du neugierig wegen der Lebensmittelkombination bist, dann wäre das Buch Beaty Detox Plan etwas für dich. Da wird erklärt welche Lebensmittelgruppen zusammen am besten verdaut werden können und was zu Blähungen führen kann. Wieso Obst als gutgemeinter Nachtisch fatal ist und wieso am am besten am Abend schwer verdauliche Sachen essen sollte und morgens und Mittags eher leichtes, dass uns nicht belastet und müde macht den restlichen Tag.

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  3. Hallo Lenja,
    ich leide seit vielen Jahren an Neurodermitis und habe im Sommer einen 8 Monate andauernden Schub mittels AIP bekämpft. Aufgrund einer Reise musste ich leider nach knapp 3 Wochen abbrechen - es war schlicht und einfach unmöglich, auswärts AIP-konform zu essen und gleichzeitig satt und mit genügend Energie versorgt zu werden - ich fand es aber erstaunlich, wie schnell meine offenen Stellen abgeheilt sind und der Juckreiz komplett weg war. Richtig fasziniert hat mich aber meine schier unermessliche Energie, so kannte ich mich gar nicht mehr. Ende des Monats werde ich erneut durchstarten (Feste im September, da möchte ich mit anstoßen und nicht auf das leckere Essen verzichten müssen) und ich hoffe, dass es mir wieder so leicht fallen wird wie im Juli. Möchte diesmal auf jeden Fall min. 30 Tage bis 6 Wochen dabei bleiben (länger wohl eher nicht, da ich nur an Ausnahmetagen auf genügend Proteine komme) und dann Schritt für Schritt lebensmittel wieder einführen. Ich weiß zwar ziemlich genau was ich gut vertrage und was nicht, aber man weiß na nie, vielleicht hat sich ein neuer "Übeltäter" eingeschlichen.
    Ich wünsche dir alles Gute, viel Erfolg und Glückwunsch zur Gewichtsabnahme/zum Gewichthalten.
    Liebe Grüße,
    Sandra

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