Dienstag, 19. September 2017

Buchempfehlung: Autoimmunerkrankheitungen erfolgreich behandeln im 4-Schritte-Programm von Dr. Susan Blum

Hallo ihr Lieben!

Hier die angekündigte Vorstellung von dem tollen Buch über das ich vor kurzem gestolpert bin. Fand es zufällig online, weil ich auf der Suche nach einem neuen Wissensbuch in Sachen Gesundheit war. Meine Gehirnzellen wollten mal wieder etwas Futter und so suchte ich nach ein paar Schlagwörtern und blieb bei diesem Buch hängen. Bin sehr froh, dass ich nicht gezögert habe und es doch noch bestellte - weil es wirklich eine tolle Zusammenfassung und Anleitung zur Selbstheilung ist für alle Autoimmerkrankten ist!!

Die Autorin
Endlich mal wieder eine Medizinerin!! Keine Liftstyle Ikone die sich selbst Wissen ansammelte ohne medizinisches Grundwissen. Dr. Susan Blum ist studierte und praktizierende Allgemeinärztin, die sich auf ganzheitliche Behandlungen spezialisierte. Kein reines Symptome behandeln und Geldmacherei mit Tabletten, Pulver und oberflächlichen Therapien, sondern die Ursache erforschen, Fehler in der Ernährung finden und präventiv vor Folgeerkrankungen schützen durch eine richtigen Lebensmittel - das ist ihr Ziel und trifft genau meine Wellenlänge! 
Natürlich wurde sie motiviert durch ihre eigene Leidensgeschichte (Hashimoto - Autoimmunerkrankung der Schilddrüse) und den damit einhergegangenen Wunsch die Krankheit von Grund auf zu heilen. Diese Entwicklung ist in der Gesundheitsszene sehr gängig. Person XY erkrankt überraschend heftig, forscht nach Heilung, findet sie und bewirbt das errungene Wissen mit einem Buch. An sich nichts verkehrtes ;) 


4 Schritte Programm?
Im Buch erklärt sie wie Autoimmerkrankungen entstehen und funktionieren, denn alle Autoimmkrankheiten haben den selben Ursprung und werden an der selben Stelle immer weiter mit Entzündungsherden gefüttert - im Darm! Wer dass ignoriert und weiter so isst wie bisher, der wird nie symptomfrei oder geheilt. Bei dem stimmt die deprimierende Aussage, dass Autoimmkrankheiten "unheilbar" sind. Und ja, nicht alles lässt sich rückgängig machen und reparieren, was die Krankheit schon zerstört hat. Aber man kann die Weiterentwicklung stoppen, die Begleiterscheinungen der jeweiligen Krankheit aushebeln und manche dürfen sich über starke Reduktion der nötigen Medikamente freuen oder beinahe-Heilung freuen.
Die 4 Schritte:
1) Ernährungsumstellung: Vermeiden Sie entzündungsfördernde Nahrungsmittel
2) Beseitigung der Nebennierenschwäche: chronischer Stress stört den gesunden Hormonstoffwechsel
3) Stärkung der Leber: die Leber ist unser wichtigstes Entgiftungsorgan
4) Darmsanierung: die natürliche Barrierefunktion der Darmschleimhaut wird gestärkt, damit keine schädlichen Abbauprodukte in den Körper aufgenommen werden

Zielgruppe / wer sollte es lesen:
- Uneingeschränkt alle mit einer Autoimmumkrankheit. Sei es so schwere Krankheiten wie Lupus erythematodes, Multiples Sklerose (MS), Colitis urcerose, oder "harmlosere" wie Hashimoto, Rheumatoide Arthritis, Diabetes Typ 1, Zöliakie oder Psoarias (Schuppenflechte). Dieses Buch spricht speziell uns Autoimmerkrankte an und gibt uns die Macht und Wissen uns selbst zu helfen! Wir müssen nicht hilflos den Ärzten vertrauen oder die Krankheit akzeptieren und halt unser Leben lang mit Schmerzen und Einschränkungen leben!
- Alle die einen Reizdarm oder gestörte Verdauung haben, wo aber alle Test auf Zöliakie oder Lebensmittelunverträglichkeiten bisher noch negativ waren. Frau Dr. Blum erklärt sehr gut wieso dieser Negativ-Tests nicht aussagekräftig sind und man dennoch oft mit halbem Fuß in einer beginnenden Autoimmerkrankung (wie zB Zöliakie) steht - und wie leicht man es verhindern kann!
- Bei familiärer Vorbelastung und genetisch höherer Wahrscheinlichkeit, dass ihr eine Autoimmkrankheiten bekommen könntet. Das Buch gibt tolle Anleitung wie man einen Ausbruch verhindern kann.
- Zum Schluss natürlich alle wissenshungrige und Gesundheitsfans, die einfach vorsorglich ihren Körper pflegen und richtig ernähren wollen.


Persönliches Fazit:
Ich war gleich von Anfang an begeistert und habe bei den Instagram-Storys Ausschnitte gepostet wie bekloppt :D Es war für mich zwar 90% bekanntes Wissen und habe nur wenig Neues gelernt (weil ich mich eben schon länger damit befasse, siehe Psoriasis), aber eine tolle Zusammenfassung von allem was wichtig ist bei dem Thema, sogar die Paleo-Lehren und das Buch Weizenwampe wurde erwähnt. Hat mich einfach nochmal an vieles erinnert und einen irren Motivationsschub beschert!
Gut fand ich auch, dass Gluten nicht völlig verteufelt wurden, sondern ganz realistisch erklärt wurde, wieso sie bei sensiblen Mägen zu massiven Problemen führen können und dass man keine beinharte Unverträglichkeit benötigt um doch krank dank Gluten zu werden!! Ich zB habe weder eine Glutenunverträglichkeit, noch bin ich laktoseintolerant. Aber aus Erfahrung weiß ich, dass meine Psoriasis verschwindet wenn ich es weglasse und meine starken Blähungen zurück kommen, wenn ich es täglich esse. Einzelne Ausnahmen machen mir wiederrum nichts, weshalb ich ohne Probleme alle paar Wochen auswärts essen kann ohne schwere Folgen zu befürchten.
Die Rezepte hab ich ehrlich gesagt bisher eiskalt überblättert, noch nicht mal überflogen. Ich benötige keine großen Anleitungen mehr was ich essen könnte ohne Milch und Gluten. Hab diese Ernährungsumstellung schon vor Jahren gemacht. Kann hier also leider nichts über die Rezepte sagen.
Stammleser haben die erste Umsetzung auch schon mitbekommen. Ich durchlaufe gerade das Eliminationsverfahren und teste aus ob mir Soja gut tut oder nicht (mehr könnt ihr im verlinkten Blogpost darüber lesen).
Weiters mache ich mir Gedanken zur Entgiftung. Ich habe leider sehr viele Amalganfüllungen und hatte früher immer erhöhte Leberwerte. Den Austausch der Füllungen muss ich auf nach unserem Kinderwunsch und dem Stillen verlegen und bis dahin versuche ich ein paar Leber-Stärkungs-Methoden. Mehr dazu in einem anderen Blogpost.

Seid ihr neugierig geworden?
Wer hat das Buch noch gelesen und wie fandet ihr es?
Habt ihr auch die Motivation und Lust bekommen euch selbst zu helfen damit?
Oder wisst ihr bereits um den Zusammenhang von Ernährung und eurer Krankheit? Was tut euch nicht gut und worauf reagiert ihr nicht? Wie geht ihr im Alltag dann damit um? Habt ihr eure Ernährung geändert, oder akzeptiert ihr lieber die Schmerzen und Symptome der Krankheit, weil euch die Ernährungsumstellung zu schwer fällt?

Kommentare:

  1. Hallo liebe Lenja,

    Interessanter Beitrag. Ich leide an einer Autoimmunkrankheit (Hashimoto). Von daher zähle ich schon mal zur Zielgruppe ;-) Ich finde es wie du sehr interessant, welche Ernährung zur Gesundheit beiträgt oder eben auch eine Erkrankung bekämpfen kann. Ich hatte mich daher eine Zeit lang nach AIP ernährt. Vielleicht kennst du das Konzept bereits, das ist im Prinzip Paleo ohne Nachtschattengewächse, Nüsse, Samen, Eier und ein paar andere Sachen. Zudem sollte man recht häufig Fisch/Fleisch/Innereien zu sich nehmen. Ich muss sagen, dass ich leider keine Verbesserung gemerkt habe. Außerdem hat mir die strikte Ernährung viel Stress bereitet. Dinge, die ich gerne esse waren gestrichen (Tomaten, Paprika, Hülsenfrüchte, Haferflocken...), dafür sollte ich Fleisch und Fisch essen, was ich normalerweise nur sehr selten tue. Von daher habe ich wieder umgestellt.

    Das Buch scheint ja wieder eine etwas andere Ernährung zu empfehlen. Mich würde interessieren, wie die Auswahl der Nahrungsmittel begründet wird. Was genau unternimmst du hinsichtlich Darmsanierung?

    Viele Grüße
    Nina

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    1. Hallo Nina!
      Ja AIP ist mir ein Begriff. Hab ich mal ganz kurz auch versucht, aber wie du sagst: die Einschränkung ist schon krass und finde ich doch zu unpraktisch und ungenussvoll :( Und mit Haferflocken und Hirse hab ich kein Problem. :)
      Naja Paleo oder AIP vergisst oder ignoriert die Tatsache, dass Fleisch und tierische Produkte einerseits sauer verstoffwechselt werden (führt zu Übersäuerung) und andererseits ist es entzündungsfördernd - was wir Autoimmunler echt meiden sollten.
      Man muss sich irgendwie aus verschiedenen Lehren die richtige Ernährung zusammen basteln. Für mich ist es aus gesundheitlichen und ethischen Gründen vegan + glutenfrei (+eventuell sojafrei?). Mein Mann isst eher zufällig glutenfrei, weil das nie daheim ist, isst aber täglich Fleisch, dafür haben wir Milchprodukte gestrichen. ;)

      Die Auswahl der eliminierten Lebensmittel wurde nicht im Detail genau erklärt. Sie sind einfach die wahrscheinlichsten Reaktionsquellen, die aber jeder für sich austesten muss. Manche reagieren vllt nicht auf Milch oder Nachtschattengewächse, dafür auf Gluten. Ist keine fixe Aussage und in Stein gemeißelt. Das find ich sehr gut und realistisch.

      Zwecks Darmsanierung: eben durch die Schonkost, weil ich meine Darmwände sich regenerieren und das Immunsystem sich beruhigen lassen will damit. Und natürlich Probiotika, damit die Darmflora Einzug von den gesunden Stämmen kriegt ;)

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  2. Ich leide auch unter einem geschwächten Immunsystem. Aus diesem Grund ich auch meinen gesamten Lebensstil und meine Ernährung umgestellt. Zusätzlich nehme ich auch noch Selenkapseln zu mir. Die helfen mir ebenfalls meine Immunsystem in Schuss zu halten: https://www.vitaminexpress.org/de/selen

    Bezüglich der Darmsanierung würde ich Nina Präbiotika empfehlen.

    Liebe Grüße!

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    1. Hallo Michael!
      Toll dass du den Willen und die Begeisterung aufbringen konntest für eine Ernährungs- und Lebensumstellung :) Darf ich fragen wie du dich nun ernährst und was du konkret geändert hast? Ist immer spannend von anderen zu hören was ihnen gut tut!
      Ja Selen ist sehr wichtig, vor allem für Schilddrüsenstörungen. Ich esse dafür 4 Paranüsse täglich, dass entspricht den täglichen Bedarf. In kürze lasse ich meinen Selenstatus messen, dann weiß ich ob die Nüsse reichen, oder ob ich höher dosierte Tabletten zum Auffüllen eines Mangels brauche :)
      Ja Probiotika sind ein guter Tipp! Nehme ich auch seit kurzem.
      Liebe Grüße!

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  3. Hallo Lenja,
    eine Antwort oben nimmt es zwar schon zum Großteil vorweg. Aber ja, wie ist es mit deinem Mann ;) Gibt es Mahlzeiten, die ihr komplett nur einmal zubereitet und zusammen esst? Was ist mit Frühstück zum Beispiel, isst er auch erst mittags und dann Overnight Oats oder ähnliches?
    Ich frage das, weil es bei mir ein großen Problem ist. Wenn der Mann nicht mitzieht, ist das irgendwie blöd. Frühstück ist die gemeinsame Mahlzeit (wir backen selber Dinkelbrötchen - kein Weizen). Da ich nun ernshaft überlege nach dem Urlaub noch mal eine Weile glutenfrei zu Essen fällt damit ziemlich viel flach. Klingt vielleicht blöd, aber es ist für mich ungemütlich und stressig alles doppelt zu backen und zu kochen.
    Also was gibt es für deinen Mann, während du dein gesundes Frühstück isst? Und wie macht ihr das zum Mittag oder Abend?
    -> Deshalb will ich das ernsthaft erst nach dem gemeinsamen Urlaub angehen. Dann "muss" ich nur die Wochenende irgendwie unter einen Hut kriegen.

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    1. Hallo Steffi!
      Ich fürchte ich muss gestehen: wir essen keine einzige Mahlzeit gemeinsam :D Bei uns sieht das Essenstechnisch so aus:
      Frühstück/Vormittags: Proteinshake. Für mich Haselnussshake aus Erbsen-ReisProteinen mit Haselnussmilch. Für ihn abwechselnd Erdbeer, Schoko oder Cookie Pulver aus Sojaproteinen und Sojamilch.
      Mittags: ich entweder Hirse-Apfel-Zimt oder am WE Porridge mit Obst. Er isst Hirse (früher Reis) mit Tiefkühlgemüse
      Abends: ich Linsen oder Erbsennudeln mit Gemüse. Er Steak mit Pommes
      Vielleicht empfindest du das nach einer Einwöhnungsphase aber auch gar nicht stressig. Glaub vieles stellt man sich viel stressiger vor, als es dann eigentlich ist. Und was ist stressig an einem anderem Brötchen zum Frühstück?
      Aber mein Mann ist hier pflegleicht. Er tut zwar nichts aktiv bei der Ernährungsumstellung, hat kein großes Interesse sich da selbst zu informieren und schlau zu machen, aber er nimmt die Änderung passiv einfach hin und akzeptiert was ich lerne und ihm koche :D

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    2. Der Stress fängt leider bei der Frage an "und was willst dann essen, was fällt dann alles für mich weg". Die Umstellung auf weizen- und zuckerfrei war ok soweit. Aber jetzt schon wieder was Neues. Es ist eher eine genervte Reaktion. Proteinshake oder gar Soja würde er niemals frühstücken ;)
      Pflegeleicht klingt hier irgendwie ganz gut :)

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  4. Hallo Lenja,

    danke für diese Buch-Vorstellung, habe den Text nur einmal überflogen und das Ding sofort gekauft!
    Weil ich -wie so viele- auch eine jahrelange Leidensgeschichte mit unbestimmten Syptomen aufweise, bin ich so froh, dass ich endlich auf der richtigen Spur bin. Also wenigstens irgendetwas mit einem Autoimmun-Problem muss es wohl sein.
    (Reizdarm-Syndrom(?), erhöhte Entzündungswerte, Mangelerscheinungen, Hautprobleme, Müdigkeit usw.)
    Den Kommentar lasse ich dir aber vor allem deswegen da, weil ich bereits seit Jahren immer mal wieder interessiert bei dir reinschaue; und nachdem mein letzter Besuch schon einige Monate her ist, fiel mir heute ganz deutlich eines auf:
    Du siehst gerade wahnsinnig gut aus! Also, gerade im Vergleich zu deinen Anfangszeiten hier -hübsch warst du natürlich schon immer :-) - hast du inzwischen so schöne, klare Gesichtszüge und allgemein eine ganz veränderte "gesunde" Ausstrahlung.
    Ich finde, so von Frau zu Frau, sollte man das schon mal kommunizieren dürfen...

    Alles Gute
    und liebe Grüße
    Linn

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    1. Hallo liebe Linn!
      Dein Kommentar hat mir heute enorm den Tag versüßt und mich irrsinnig gefreut. Vielen Dank für das Kompliment! Toll wenn gesundheitliche Änderungen sogar nach außen sichtbar werden und man darauf positiv angesprochen wird :) You made my day :)

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