Freitag, 23. Dezember 2016

Moor-Fichten-Weihnachtsbaum

Hallo ihr Lieben!

Momentan ist es wieder sehr ruhig hier, leider in meinem Leben weniger. Fühle mich ziemlich zerrissen und gestresst. So viele Dinge die nicht laufen wie ich mir das wünsche, Sorgen, Erwartungsdruck und Stress in vielen Bereichen. Den Advent und die Vorweihnachtszeit konnte ich gar nicht genießen oder überhaupt wahrnehmen. Und morgen ist schon Weihnachten...!?
Zum Glück habe ich ab sofort 2 Wochen Urlaub, kann mich zumindest vom Berufsstress erholen und in der hoffentlich einkehrenden Ruhe privat etwas sammeln und Seele streicheln.

Als Wiedergutmachtung für das lange Schweigen, gibts heute viele Bilder vom letzten Wochenende. Könnt ihr euch an letztes Jahr erinnern? Da haben wir das erste Mal im Moor einen Fichtenweihnachtsbaum aussuchen dürfen. Was echt lustig war! Über Schwabbelmoor wandern und die ganze Flora um einen bewundern. 


Auch dieses Jahr ging es wieder ins Moor, mit einigen Arbeitskollegen von meinem Mann. Wetter war ähnlich wie letztes Jahr (heißt null Schnee!), aber ich kann mich wirklich nicht erinnern, dass es damals auch so kalt war! Mir war schnell eeeeeeecht kalt. Die Füße in den Gummistiefeln waren bald wie Eiszapfen und ich musste mich zusammen reißen um nicht rumzujammern...

 
 


Eines meiner Lieblingsbilder: Flechten und Minibäumchen auf Baumstumpf. Macht echt Spaß mit der Kamera durch die Wald zu laufen und rumzuknipsen. Alles hab ich nicht so fotografieren können wie ich gerne wollte, aber bin doch zufrieden.



Hier schleppt mein starker Mann gleich zwei Bäume für uns ;) Eigentlich wollten wir überhaupt keinen Baum und sind eher aus Spaß mit. Wir sind dieses Weihnachten alleine daheim und ohne Besuch oder Kinder ist ein geschückter Baum irgendwie Verschwendung. Noch dazu, da unsere Kater den Baum letztes Jahr mehrmals umwarfen und mich die viele Nadeln am Boden echt nervten :D 
Im Moor entstand dann aber die Idee Bäume mit Lichterketten im Garten aufzustellen. Toller Einfall!! Jetzt genießen wir am Sofa die Aussicht auf einen weihnachtlich-leuchtenden Baum auf der Terrasse. :)


Während die Männer die Bäume mit Bindfaden ein bisschen einwickelten, habe ich die Gegend erkundet und diese coole Stelle entdeckt. Ich konnte es leider nicht so gut mit der Kamera einfangen, daher muss ich ein bisschen erklären: der umgestürzte Baum und die aufgestellten Wurzeln bildeten ein kleines Tal. Es sah so aus wie eine eigene Welt. Das Moos in der natürlichen Senke darunter sah aus wie ein Miniwald für ein Miniuniversum. Sehr feenhaft!


Wir wanderten gut 2 Stunden im nasskalten Moor herum und ich schaffte es ohne wie ein kleines Kind zu heulen bis zum Auto, wo ich dann völlig erfroren die Heizung aufdrehte und meine Füße aufwärmte. OMG mir war den ganzen Tag kakakakakalt - ein Wunder, dass ich nicht krank geworden bin.


Ich hoffe ihr hattet eine schönere Vorweihnachtszeit und konntet dem Stress besser aus dem Weg gehen als ich. Und genauso wichtig: dass ihr alle gesund seid und die Feiertage mit euren liebsten Menschen verbringen könnt. Ich hoffe ich überstehe das Essen bei meiner Mama tränenfrei. Es ist das dritte Weihnachten ohne ihren Verlobten und jedes Mal wenn ich die vielen Fotos von ihm in ihrer Wohnung sehe gibt es mir einen Stich ins Herz. Einfühlsam sein ist ja an sich nichts negatives, aber manchmal ist es mir unangenehm, dass ich meine Empathie so gar nicht unter Kontrolle habe und emotionaler reagiere als Menschen die viel stärker betroffe sind. Gilt das als Superkraft oder die schreckliche Bürde eines jeden Fe-User?

Ich wünsche euch und all euren Liebsten Frohe Weihnachten 
und dass ihr euch gar nicht mehr viel wünschen müsst vom Christkind,
sondern das ihr das wichtigste bereits habt!


1 Kommentar:

  1. Liebe Lenja, hoffentlich hattest Du schöne Weihnachtstage! Dass Du mit Gummistiefeln im Moor gefroren hast, kann ich mir gut vorstellen - das nächste Mal nimm doch gute Wanderschuhe mit Funktions- oder Wollsocken und Skiunterwäsche für drunter. ;-)
    Nun genieße mal die freien Tage zuhause. So wie ich das hier immer lese, hast Du ja privat viel Grund zur Freude, mit Mann, Katern, schönem Haus und Umgebung. Und Sorgen verschwinden ja zum Glück meist auch wieder.
    Empathie ist ja grundsätzlich was sehr Positives, dass man sich von Freud und Leid nicht über die Maßen mitreißen lässt, kann man im Laufe des Lebens auch erüben. Und wenn es nicht alleine klappt, so suche Dir doch mal Hilfe, wenn Du darunter bisweilen leidest.
    Deinen letzten Satz fand ich sehr gelungen, der traf mich mitten ins Herz!
    Liebe Grüße,
    die Mitleserin

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