Mittwoch, 2. Dezember 2015

Ernährung: Wasser trinken

Hallo ihr Lieben!

Für unseren Körper und unsere Gesundheit ist nicht nur wichtig, was wir essen - sondern auch was wir trinken und wieviel! Ich bin leider jemand, der ohne Kontrolle und Erinnerungsmethoden viel zu wenig trinkt und das ist sehr schlecht!! Für meine Haut, Haare, Verdauung, Organe, Denkleistung uvm.

Das WAS ist für mich eigentlich kein Problem. Ich trinke seit Jahren nur Leitungswasser und je nach Jahreszeit ungesüßten Tee (Kräuter, Fenchel, Ingwer, Malve). Säfte, Softdrinks, Limos und Sirupe habe ich mir schon vor so vielen Jahren abgewöhnt, dass ich mich gar nicht mehr dran erinnern kann, wann ich etwas anderes als Wasser getrunken habe... Aber unsere Familie ist hier auch sehr vorbildlich und es trinkt fast jeder sehr viel Wasser.

Wer bei uns zu Besuch ist, hat auch oft das Pech, dass wir nichts daheim haben außer Wasser :D Selbst Kaffee trinken wir nicht. Schmeckte uns zum Glück nie, bringt dem Körper nichts und gehört für mich persönlich in die Kathegorie "ungesund" (ja ich weiß, es gibt viele die das nicht so eng sehen und mich jetzt wohl steinigen wollen ;) ).

Aber das WIEVIEL ist ohne Beobachtung schnell zu wenig! In der Arbeit habe ich es mittlerweile ganz gut im Griff, aber am Wochenende daheim komme ich oft am späten Nachmittag drauf, dass ich noch fast gar nichts getrunken habe! Da muss ich mir noch etwas überlegen...
Für die Arbeit habe ich mir fixe "Trinkzeiten" ausgerechnet:

Diese Liste hängt über meinem PC-Bildschirm an der Pinnwand zur Erinnerung


Der richtige Zeitpunkt:
Darüber habe ich schon in mehreren Büchern und auch online gelesen. Weder das viel-Trinken direkt während des Essens noch kurz danach ist sehr förderlich für die Verdauung. Daher versuche ich 1/2 Std. vorm Essen und 1-1,5 Std. danach nichts zu trinken. Kommt eigentlich ganz drauf an, was man isst. Bei Obst könnt ihr früher wieder etwas trinken, dass wird ratzfatz verarbeitet. Ein Schnitzel oder Steak liegt da viel länger drin und will bearbeitet werden und seine Ruhe haben.
Natürlich gibt es Ausnahmen, wie beim Essen gehen oder wenn ich wirklich Durst habe! Aber 1/4l Wasser langsam nebenher trinken ist nichts, dass schadet!

Tipps zum mehr Trinken:

- Trinkt morgens nach dem Aufstehen ein Glas Wasser. Auch diejenigen, die daheim nicht frühstücken wie ich! Nehmt euch die Zeit bevor ihr das Haus verlasst.

- Wasserkrug oder -flasche (im Idealfall aus Glas!) neben Arbeitsplatz stellen! Ein 1/4l Glas ist zu wenig! Das habt ihr schnell ausgetrunken und ständig zum nächsten Wasserhahn laufen und nachfüllen ist uninteressant ;) Da bin selbst ich zu faul oder vergesse im Stress nachzufüllen.

- Trinkt etwas, dass euch schmeckt! Wenn ihr euch mit Leitungswasser pur nicht anfreunden könnt, probiert ein paar Obstscheiben, ausgepresste Zitronen oder Gurkenscheiben im Wasser.
!! Macht einen Bogen um Säfte, Energie Drinks, Limos, Kaffee usw. Euer Körper braucht Wasser - pur! Alles andere ist ok für den gelegentlichen Genuss - sollte aber keine Dauerlösung sein.

- Trickst euch mit ungesüßten, natürlichen (nicht aromatisch künstlichen) Tee aus. Wer wie ich kalten Tee nicht mag, wird die Tasse schnell austrinken, weil es sonst nicht mehr schmeckt ;)

- Führt eine Strichliste pro Wasserglas, dass ihr in der Arbeit trinkt. Das habe ich einige Zeit getan und half das Trinken zu verinnerlichen. Die Striche stören im Kalender nicht, genauso wenig wie ein Post-It neben der Tastatur.

- Setzt euch Ziele. zB einen Krug Wasser bis zum Feierabend. Dann habt ihr je nach Größe ca. 1l sicher intus.

- Stellt euch einen Wecker am Handy oder im PC-Kalender. Der euch an den Trinkstart nach dem Essen erinnert. Wenn viel los ist, kann man schnell die Zeit vergessen und plötzlich ist Feierabend und ihr habt nichts getrunken.

- Nehmt eine große mittelgroße Flasche Wasser mit wenn ihr Einkaufen fahrt. Sonst vergehen schnell mal 1-2 Stunden in denen ihr nichts trinkt. Auch eine gute Methode für Arztbesuche, längere Autofahrten, in der Autowerkstatt und sonstigen Wartezeiten. 

Wie ich das im Alltag mache?
1/4l Leitungswasser am Morgen. Ich hab mir extra ein bisschen Zeit freigeschaufelt um 10-15 Min in Ruhe da zu sitzen, mit den Katern spielen, lesen und trinken zu können.
In der Arbeit gibt es meist um 7 und 14 Uhr eine Tasse Tee und dazwischen versuche ich den großen Wasserkrug zu leeren. Erinnerungen am PC-Kalender sagen mir, wann ich nach dem Essen wieder trinken kann.
Daheim am Abend gibt es dann gegen 20 Uhr eine ganz große Tasse Ingwertee (1/2l), die ich bis zum Bettgehen leeren muss.
Theoretisch käme ich damit auf 2l Flüssigkeit.

Hinweis:
Bei Nierenschäden fragt bitte euren Arzt, wieviel ihr trinken dürft! Bei manchen Erkrankungen kann viel Wasser die Nieren noch zusätzlich belasten.

Wie geht es euch mit dem Trinken?
Seid ihr ein geborener Vieltrinker oder kämpft ihr auch wie ich?
Trinkt ihr viel Wasser oder schmeckt es euch nicht?
Welche Tricks habt ihr? Was hilft euch um genug Wasser zu trinken?
Merkt ihr Besserungen oder Verschlechterungen durch mehr oder zu wenig trinken?
Wer macht mit und achtet ab sofort auf seinen Flüssigkeitshaushalt?

Kommentare:

  1. Ohh, da kann ich mich ja direkt wieder melden.
    Du sprichst mir aus der Seele!!

    Zu weniges Trinken ist DAS Hauptproblem meiner sonst so gesunden Ernährung. Zum Glück trinke auch ich seit Jahren nur Leitungswasser und ungesüßten Kräutertee (und Lupinenkaffee, aber der ist basisch und hat mir damals den Kaffee ersetzt, von dem ich nicht loskam), aber die Menge... da muss ich echt mit mir kämpfen. In schlimmen Phasen ist/war es sogar so, dass mein Körper mir dauernd Hunger meldete, weil ich das Durstgefühl gar nicht mehr kannte. Ich hab dann gegessen und gegessen und mich gewundert, warum das nicht half. Auch Appetit auf Süßes ist dann ja bekannterweise oft schlimmer.

    Erst vor einer Woche hatte ich wieder so ein Erlebnis: meine Haut war in den letzten zwei Monaten unerklärlicherweise wieder unrein geworden (ich habe seit der Teenagerzeit Probleme mit unreiner Gesichtshaut). Davor war sie seit ca einem halben Jahr endlich mal richtig gut gewesen, ohne Hilfsmittel, und nun fing es wieder an. Ich also wieder Globuli genommen, ungesunde Essensausnahmen beschränkt... was die Hautpflege anging, konnte ich nichts mehr verbessern, die habe ich schon vor Jahren optimiert, zusammen mit der Haarpflege.
    Ich war frustriert. Dann fiel mir auf, dass ich schon wieder ziemlich wenig trank insgesamt... also zwang ich mich wieder auf 1,5-2 L am Tag. Und ohne dass ich damit gerechnet hätte, wurde meine Haut plötzlich wieder rein!
    Da wurde mir bewusst, dass sie vor einigen Monaten auch nur deshalb plötzlich so gut gewesen war, weil ich mir da zum ersten Mal in meinem Leben angewöhnt hatte, jeden Tag genug Wasser zu trinken.
    Jetzt, wo mir der Zusammenhang bewusst ist, passiert mir das bestimmt nicht wieder :D

    Aber, wie blöd! Da macht und tut man jahrelang, stellt Hautpflege und Ernährung und Bewegung und Lebensstil (Stress ist ja auch ein Faktor, der sowas begünstigen kann) um - und das "Geheimnis" ist am Ende: genug trinken! Da kann ich nur über mich selbst lachen :D

    AntwortenLöschen
  2. Früher hatte ich kaum Durstgefühl und habe viel zu wenig getrunken, inzwischen merke ich von selbst, dass ich regelmäßig und viel trinken muss. Ich denke, dass es mit mehr Sport und damit einhergehender verbesserter Körperwahrnehmung zu tun hat. Ich gehe eigentlich nie ohne Wasserflasche aus dem Haus, meist ist es eine 1-Liter-Flasche aus BPA-freiem Kunststoff (Tritan, glaube ich). Glasflasche habe ich mal probiert und wieder aufgegeben, weil mir die Flasche häufiger mal runterfällt und mir auch einmal mit Schwung auf den Fuß geknallt ist. Ich versuche, mindestens genauso viel Leitungswasser wie Saft zu trinken, inzwischen ist es eindeutig mehr Wasser. Softdrinks etc gibt es fast nur wenn wir essen gehen oder zu Feierlichkeiten, Kaffee trinke ich ziemlich selten.
    Ich trinke eigentlich immer auch zu den Mahlzeiten etwas Wasser, einfach weil sich mein Hals sonst schnell ekelhaft trocken anfühlt und ich mich dann beim essen unwohl fühle. Wenn ich Suppe essen würde, würde ich die Flüssigkeit ja auch gleich mit aufnehmen, von daher mache ich mir da keinen Stress und trinke dann, wenn mir danach ist. Morgens und am frühen Vormittag bevor ich mich genug bewegt habe ist der einzige kritische Punkt, aber spätestens beim Zähneputzen hänge ich dann doch unter dem Wasserhahn ;)

    AntwortenLöschen