Montag, 15. Juni 2015

Flechtwerk: Haarsünden

Hallo ihr Lieben!

Beim heutigen Flechtwerkpost möchten wir euch mehr über Haarsünden erzählen und vorallem von denen, die wir selber begehen! Denn obwohl wir alle unsere Haare lieben und sie lang und gesund pflegen wollen, gibt es doch manches das wir ihnen "antun" ;)

Haarsünden allgemein:
- Hitze (Föhnen, Glätteisen, Lockenstab, ...)
- Strukturschädigung (Dauerwelle, Glätten, ...)
- Farbänderung (Blondieren, Färben, ...)

Diese 3 großen Punkte sind sehr strapazierend für Haare, vorallem für so feines Feenhaar wie ich sie habe. Ich will nicht pauschal sagen "gefärbt kriegst du nie lange Haare", aber vorallem mit sehr feinem Haar ist es kaum möglich. Und die eigene Naturhaarfarbe lieben lernen ist für mich der optimale Weg für Haargesundheit, optische Harmonie und Selbstakzeptanz/liebe.

Ich musste nicht viel umstellen, als ich konsequent meine Haare waschen lassen wollte. Ich war immer zu faul zum Föhnen, lies gerade die schokobraune Chemiefarbe rauswachsen und ein Dauerwellen-Unfall reichte mir fürs restliche Leben. Der Spitzenschutz durch Dutt-tragen war gewöhnungsbedüftig, aber ging nach einem Monat auch ohne "sich nackt fühlen". Außerdem funktioniert das Prinzip "aus dem Auge, aus dem Sinn" auch hier wunderbar und wenn man sie gut pflegt und wegduttet wachsen sie ganz ohne viel Stress von alleine den Rücken runter ;)

Persönliche Haarsünden
Bei mir begann das "nachlässiger" werden als ich mich endlich langhaarig fühlte. Ein Punkt den wohl viele Züchter herbeisehnen, aber bei jedem individuell wo anders liegt. Für mich war es Hüftlänge. Der gesamte Rücken war bedeckt, die Spitzen kitzeln am Steißbein, also dem Po, und schlagartig dachte ich "oh ich habe laaaange Haare"!


- Häufig offen tragen
Nach 2-3 Jahren täglich stundenlang Dutt tragen und auch in der Freitzeit kaum offen genießen, war ich irgendwann an dem Punkt das ich mir dachte "jetzt genießen, wer weiß was in einem Jahr ist". Das Leben ist nicht planbar und zu schnell wird man krank (Folgen: Haarausfall) oder eine Schwangerschaft bringt den Hormonhaushalt und die Kopfhaut durcheinander. Es würde mich sehr ärgern, wenn ich dann davor viel zu selten offen getragen hätte.

- Kurzer Waschzyklus
Als Feenhaar habe ich ein dauerndes Oberkopf-Fett-Problem. Meine Kopfhaut wird von zu wenigen Haaren besiedelt, die all das Fett nicht so schön verteilen kann wie bei dickeren Mähnen. Dadurch habe ich schneller einen fettigen Oberkopf - obwohl meine Kopfhaut nicht wirklich "schneller" fettet als andere. Haare waschen ist für die Haare nicht optimal und zu häufiges, vllt auch zu heißes, Haarewaschen ist nicht sehr gut. Aber hinauszögern bringt nichts (ändert ja nichts an der Haarmenge am Kopf) und dauernd mit Fettkopf rumlaufen ist auch doof. Ich wasche jeden 2.-3. Tag, dass ist ein Kompromiss, weil ich nur am 1. Tag wirklich frischen Oberkopf habe.

- Haare komplett waschen
Zusätzlich zum häufigen Waschen, bin ich auch meist zu faul für Scalp Wash. Obwohl meine Längen noch wunderbar sind und eine Wäsche nie und nimmer benötigen würden, habe ich Scalp Wash schon ewig nicht mehr gemacht. Würde funktionieren, aber gleich alle waschen und die Spitzen dabei auch noch etwas pflegen ist einfacher.


- Flechtzöpfe
In einem Flechtzopf sind die Haare wie gefesselt und können nicht einfach weggeschoben werden, wenn sie auf Widerstand treffen. Das Resultat ist Haarbruch und durch die scharfen Kurven (bei Feen wird der Zopf von Natur aus enger als bei dicken Mähnen) entstehen Verbiegungen und vielleicht auch Knicke. Aber ein seitlicher Flechtzopf ist eine tolle Frisur für Tag 2 oder für eine Radtour. Bei ersteren kaschiert es ein wenig den dunklen Klätschkopf und unter einem Radhelm passt kein Dutt. Tolle Lösung für beide Situationen, aber beleidigt meine Haare immer ein bisschen.

- Nachtfrisur
Das ein Flechtzopf ein kleiner Haarspitzenkiller ist, habe ich euch schon erzählt. Für nachts mache ich nur sehr selten einen Flechtzopf. Aber auch offen kann es passieren, dass ich zu unruhig schlafe und am nächsten Tag wie Medusa aussehe. Aber nachdem der Snood nach ausgiebigem Test leider ausfiel (lies meine Schläfenhaare zu schnell strähnig werden), müssen meine Haare diese nächtliche Reibung einfach irgendwie überstehen.

- Spitzenpflege
Hier bin ich sehr nachlässig und versündige mich im faulen nichts tun. In meiner Anfangsphase habe ich fleißig Brustwarzensalbe von DM oder Öl in meine Spitzen gerieben. Mittlerweile gibt es nur gelegentlich eine Spülung und alle paar Monate S&D. Ich will nicht mehr so krampfhaft Länge gewinnen und gehe das ganze entspannter an.

Ich bin gespannt welche Sünden die anderen so hinnehmen:
Bobby von Nixenhaar
Heike von Haselnussblond

Im Juli werden wir euch mal wieder eine Frisur zeigen, den Pull-Through-Braid!

Seid ihr sehr konsequent im Haarschutz?
Welche Sünden begeht ihr?
Wann habt ihr euch langhaarig gefühlt?
Tragt ihr eure Haare im Alltag offen?

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