Mittwoch, 27. Juni 2018

Geburtsbericht der Zwillinge - Kaiserschnitt bei SSW35+1

Hallo ihr Lieben!

Heute am errechneten Entbindungstag der ausständige Geburtsbericht unserer Zwillinge.

Scheinbar haben wir es beide geahnt. Mein Mann prophezeite bereits seit Monaten "Sie werden an deinem Geburtstag kommen, dass wäre so cool! Dann muss ich mir nur 1 Tag merken" :D Typisch Mann oder? Aber auch ich hatte am Wochenende vor meinem Geburtstag das Gefühl "das dauert nicht mehr lange" oder anders gedacht "das schaff ich nicht mehr lange". Die Schwangerschaft war wirklich beschwerlich und ich sehnte dem Ende schon entgegen.

Mein Geburtstag also. Donnerstag der 24. Mai. Ein gewittriger Tag wie fast täglich im Mai. Erst große Hitze und am Nachmittag Blitz und Donner. Gegen 15 Uhr regnete und donnerte es heftig. Vor dem folgendem Ereignis zog das Gewitter aber weiter und es war nur noch bewölkt.
Warum ich das überhaupt erwähne? Weil Luftdruckveränderungen oft Geburten auslösen. :D Bestätigten uns die Hebammen und auch der süße Cousine unserer Mädels kam mitten in einem heftigen Sturm zur Welt.

17:50 Uhr
Ich lag am Sofa in Seitenlage und quatsche mit meiner Mama, die auf Putzbesuch war und gerade die Putzsachen wegräumte. Mein Mann stand in der Küche und wollte uns seinen selbst gebackenen Kuchen anlässlich meines Geburtstag servieren, bevor meine Mama heim fuhr.  Aber beim Rezept war etwas schief gelaufen und der Käsekuchen war zu matschig. Ich tröstete und beschwichtigte meinen Mann noch vom Sofa aus - macht ja nix!
Plötzlich wurde es sehr nass zwischen meinen Beinen und der Fluss hörte gar nicht auf. Ruhig rief ich meinen Mann und sagte "Du ich glaub ich hab einen Blasensprung, ruf mal den Krankenwagen.".
Mama ganz entgeistert: "Echt??" - "Könnte auch Urin sein, aber ist dafür doch zu viel und zur Sicherheit lieber gleich die Rettung rufen. Ich muss liegend transportiert werden."
Gesagt, getan. Mann rief 144 und packt danach die letzten Sachen in die Krankenhaustasche, die schon seit Wochen gepackt war (und teils schon genutzt werden musste). Wir waren sehr gefasst und unaufgeregt. Mussten sogar ungläubig lachen, weil es wirklich an meinem Geburtstag los geht! Wie cool ist dass denn? Vor 33 Jahren hat meine Mama mich zur Welt gebracht und nun ich die Zwillinge?
Keine viertel Stunde später fuhr der Rettungswagen vor. 2 Sanitäter mit Liege kamen rein und begrüßten mich. Ich durfte kurz aufstehen, auf die Liege klettern und dann verabschiedeten wir uns von Mama und versprachen, dass wir uns nachher noch melden. Beim Rausschieben dachte ich noch "Zum Glück hat der starke Regen aufgehört, sonst wären wir jetzt klatschnass". :D
Während mein Mann uns im eigenen Auto folgte, fuhr ich im Krankenwagen ins LKH. Kurze Fahrt, nettes Plaudern mit dem Sanitäter, der auch bald Vater wird. Unterwegs schrieb ich eine kurze Email an meine Gyn mit der Info, dass ich nach Blasensprung auf dem Weg ins Krankenhaus bin und wir uns vielleicht die nächsten Tage drinnen sehen. Die Antwort kam wenige Zeit später mit guten Wünschen für die Geburt.

18:30 Uhr
Ankunft im Krankenhaus. Einchecken und hoch ins Kreiszimmer, wo mein Mann schon wartete. Im Untersuchungszimmer durfte ich meine klatschnasse Boxershort und Unterhose ausziehen und sollte mich auf die Liege legen für die Untersuchungen. Die Bewegung löste wieder Fruchtwasser und ich lief weiter aus. "Die müssen hinterher den Raum wischen" dachte ich noch :D Hörte gar nicht auf. Auch während der diensthabende Gyn mich untersuchte, und auf meinem Bauch rumdrückte, floss immer wieder was raus. Wehenmessung und CTG wurde gemacht. Alles ok. Den Mädels gings gut, weiterhin keine Wehen, Fruchtwasser klar und ohne Blut. Die Hebammen bereiten alles für den geplanten Kaiserschnitt vor. Im OP wurde angerufen und nach freien Raum gefragt. "Wann hab Sie das letzte Mal etwas gegessen?" wurde ich gefragt und Gott sei Dank schon einige Zeit her (14-15 Uhr). Ich hoffte inständig, dass wir bald dran kommen und nicht bis nach Mitternacht warten müssen. Fände es doof, wenn sie doch nicht an meinem Geburtstag zu Welt kommen. Wenn dann bitte den selben Tag!!
Die Hebammen versuchten mir einen Venenzugang zu legen - jedoch vergeblich. Nach 3 Fehlversuchen gaben sie auf, worüber ich erleichtert war. Aua... Gut egal, die Narkoseärzte machen sich sowieso auch immer einen eigenen. Sollen die das nachher im OP erledigen. Also weiter zum nächsten: Intimrasur für den Kaiserschnitt. Haha da gab es großes Lachen. "Ich hab es halbherzig neulich probiert, blind und ohne Spiegel" - sagte ich noch zur Hebamme als Warnung. Als sie loslegen wollte und meine "Arbeit" sah fragte sie lachend "Bist du Rechtshänder?" Hehe ja - ups! Ich weiß nicht wie es aussah, aber scheinbar sehr einseitig und darüber musste sie sehr lachen - wir mit ihr.
Zwischen drin schrieben wir mit meiner Mama, Schwägerin und den engsten Freunden auf Whatsup. Die fieberten der Geburt entgegen und fragten dauernd nach. Sie waren alle aufgeregter als wir :D Schräg! Wir waren voll ruhig und warteten fast schon gelangweilt auf den freien OP.
Nachdem der Harn-Katheder gelegt war, ging es endlich im zukünftigen Krankenzimmerbett Richtung OP. Dort im Flur gab es kurz das Aufklärungsgespräch wegen der PDA und die Hebamme wurden geschimpft, weil ich noch keinen Venenzugang hatte. Sie taten mir leid, weil sie ja für meine doofen Venen nix konnten.
Während ich in den OP geschoben wurde für die PDA musste mein Mann draußen warten. Vor dem Kreuzstich hatte ich etwas bammel. So eine Nadel in die Wirbelsäule - puh das klingt schmerzhaft!! Aber war dann echt harmlos. Die Betäubungsspritze piekste kurz, aber tat mehr weh als dann die PDA selbst - die merkte ich gar nicht.
Danach sollte ich mich schnell hinlegen. Die Beine hoch in das Gestell und da wurden sie auch schon wattig und tau.
Anschließend versuchte sich die Narkoseärztin an den nötigen Venenzugängen, musste aber auch 3x stechen für 2 Zugänge. Boah ich fühlte mich wie ein Nadelkissen! Hatte an dem Tag aber echt zu wenig getrunken, was sich immer zusätzlich verschlechternd auswirkt.

Vermutlich kurz nach 20 Uhr
Zugänge lagen, Sichtschutz hing vorm Gesicht und ich spürte schon undefinierbares Rütteln an meinem Bauch und wunderte mich was sie wohl taten. Werden doch sicher nicht schon angefangen haben, weil mein Mann auch noch gar nicht da war und keiner was kommentierte. Etwas ähnliches dachte sich wohl noch jemand und plötzlich hieß es "Wo ist der Mann? Holt ihn mal."
Der stand ungeduldig draußen und wurde dann überrascht gefragt "wieso sind Sie nicht grün?!" :D Geiler Satz, da wir in den Tagen davor die Marvel Filme sahen und natürlich sofort an Hulk dachten. Er drufte sich dann schnell den grünen OP-Kittel usw. anziehen und dann rein, mit strenger Anweisung "Bloß nicht zum Bauch zu sehen, nicht dass Sie umfallen oder Trauma kriegen!".
Oh also haben sie mich schon aufgeschnitten!? Krass ich hab nix gemerkt. Der diensthabende Arzt bestätigt meinen  bisherigen Eindruck von ihm: echt nicht gesprächig. Es wurde nichts kommentiert was er tat.
Mein Mann durfte sich links von meinem Kopf hinsetzen, wo sie noch versuchten den Stuhl niedriger zu stellen, damit er bloß nicht über den Vorhang sehen konnte :D



20:27 Uhr
Wir wurden von der Hebamme informiert, dass das erste schon draußen ist. Ich sah meinen Mann mit großen Augen an und horchte kurz in mich, was diese Ankündigung in mir auslöst. Hm irgendwie nichts, war so sureal!  Kurze Zeit später hörten wir im Nebenraum ein Geräusch. Der erste Schrei?! Ja scheinbar. Gleich danach hieß es "Beide sind nun auf der Welt". Aber leider beide im Nebenraum zur Untersuchung, sie wurden mir nicht mal gezeigt. Mein Mann wurde gefragt ob er zu den Babys will oder darf - Seitenblick auf mich. Ich gab meine Einwilligung, wäre ja blöd wenn ich es verbiete und er hier nutzlos bei mir sitzt, während sie mich zunähen. Also ging er rüber und durfte sie als erstes von uns beiden sehen. Wenig später kam er zurück mit einem Foto am Handy für mich. So sah ich meine Mädchen das erste mal.
Irgendwann fragte uns eine der Hebammen ob sie ein Foto von uns machen soll. Ich zögerte, aber warum nicht? Also machte sie ein Foto von mir liegend am Tisch (also eh nur Gesicht und Schultern sichtbar) und meinen Mann. Kein schönes Foto, dass ich rumzeigen werde, aber doch eine Erinnerung.
Während ich nachversorgt wurde (im Zuge des Kaiserschnitts wurde außerdem auch die Cerclage entfernt, glaub jedoch gleich zu beginn, damit das Blut abfließen kann) fing das große Zittern an. Meine ganzer Oberkörper zitterte unkontrolliert und extrem nervig. Hörte leider auch länger nicht auf, obwohl sie mir etwas spritzten, dass es eventuell beseitigen hätte sollte. Es wurde auch kurz besser, aber als sie mich dann mit der OP-Liege rumdrehten und zum Ausgang fahren wollten, wurde mir sehr übel und ich übergab mich in eine nette Nierenschale. War zum Glück gleich wieder vorbei, aber das Zittern blieb. Mein Mann verpasste diese kurze Episode, da er schon rausgeschickt wurde.
Wir dachten das Zittern käme von der Kälte im OP, oder durch eine unbewusste Anspannung. Ich nahm den Kaiserschnitt mental voll locker, aber vielleicht nur oberflächlich?? Im Nachhinein haben wir jedoch eine andere Idee woher das Zittern kam: Laut Mutterkindpass hatte ich einen höheren Blutverlust als die üblichen 500ml. Ob nur minimal mehr oder doch gefährlich wissen wir nicht und ich hatte auch nicht so großes Interesse es genau zu wissen. Aber stärkerer Blutverlust könnte das Zittern erklären.

21-22 Uhr
Nach der OP wurde ich in meinem Krankenbett in ein Kreiszimmer gefahren und durfte dort warten bis meine Beine wieder ein Gefühl bekamen. Die Hebamme kam öfters rein, kontrollierte Blutabgang und brachte etwas zu trinken und sogar Kuchen. Sehr cool! Ich hatte ja Geburtstag :) Kurz nach 22 Uhr schrieben wir dann ein Update an die Familie und riefen auch meine Schwiegereltern an. Die hatten wir nicht über den Blasensprung informiert, weil ich niemanden 700km entfernt in Panik versetzen wollte. Sie fielen natürlich aus allen Wolken im positiven Sinne ;)

23 Uhr
Mein Mann durfte dann rüber auf die Neonatologie und unsere Mädchen kennen lernen. Er blieb auch über 1 Std. weg und kuschelte mit ihnen, während ich alleine im abgedunkelten Kreiszimmer lag und wartete dass die Zeit vergeht. Ich hatte im Vorfeld zu ihm gesagt "Zieh ein Hemd ohne T-Shirt drunter an, wenn du uns im Krankenhaus besucht, damit du Haut-an-Haut mit ihnen kuscheln kannst". Das befolgte er auch sehr brav und die Schwestern auf der Neo staunten, als mein Mann sein Hemd aufknöpfte und beide an seine warme Brust drückte. Ich nahm es gelassen, dass er ewig nicht zurück kam. Gönnte ihm das erste Kuscheln, da die nächsten Monate wohl ich mehr Hautkontakt mit ihnen haben werde.

1 Uhr
Endlich spürte ich meine Beine ein bisschen und das Zittern hatte aufgehört. Ich wurde gefragt, ob ich die Kinder sehen will, bevor ich auf das normale Zimmer gebracht werde. Ja wäre schon toll! Aber wie?! Mit dem Bett konnten sie mich nicht rüber fahren, ich müsste in einen Rollstuhl. Puh... aufstehen nach einer OP mit Bauchnaht?
2 Hebammen und mein Mann halfen mir dann und es tat unglaublich weh! Durfte keinen Muskel bewegen oder anspannen und ließ sich ja doch nicht ganz vermeiden. Mit vereinten Kräften und viel Schmerzen schafften wir es dann und sie konnten mich rüber rollen. Wo ich dann endlich die Mädels sah. Beide je in einem Brutkasten und so winzig! Es wurden mir beide der Reihe nach einige Zeit auf die Brust gelegt und ich konnte sie endlich spüren und sehen. Wahnsinn! Erst die ganz kleine zarte Maus, danach die große, die mir auch gleich fröhlich in die Hand pupste hihi

2-3 Uhr
Irgendwann um die Uhrzeit wurde ich wieder zurück gerollt und ich musste mich ins Bett hineinquälen. Extrem Schmerzhaft. Danach ging es auf mein Zimmer und ich verabschiedete mich von meinem Mann.


Tja so kamen unsere Mädels zur Welt! Einige Wochen zu früh, aber sehr gesund. Den Blasensprung hatte offensichtlich unsere größere und BEL-Hockerin verursacht. Beide verbrachten noch 11 Tage auf der Neonatologie, wo es noch viel zu erzählen gäbe. Vielleicht schreibe ich dazu noch ein eigenes Blogpost, mal sehen.

Die Geburt empfand ich als Erlösung. Klingt etwas egoistisch, da SSW35+1 dennoch sehr früh ist, aber der Bauch war so beschwerlich und die Aussicht mich bald wieder schmerzfrei bewegen zu können war eine Erleichterung.
Vor den unglaublichen Schmerzen einer Kaiserschnittnarbe wurde ich im Vorfeld zum Glück ausgiebig gewarnt und ich war darauf vorbereitet. Aber OH MEIN GOTT! ES TUT SCHEISSE WEH. Das will ich echt betonen und jeder Frau mit Kinderwunsch sagen. Ein Kaiserschnitt ist echt keine schmerzfreiere Geburt. Klar, der Akt des zu-Welt-kommen ist schmerzfrei. Aber sobald die PDA nachlässt beginnt die Hölle. Keine Ahnung wie man sich das freiwillig wünscht. Für mich fühlte es sich als, als würde man mir ein glühendes Messer über den Bauch ziehen sobald ich mich bewegte.
Und leider kann man das nur sehr wenig umgehen. Nach nicht mal einem Tag wurde der Katheter entfernt und ich sollte alle 2 Std. aufs WC. Vom Bett aufstehen und dort hin schlurfen war immer die Hölle und ich trank die ersten Tage sehr wenig, um es rauszuzögern. Aufstehen musste ich dennoch, weil die Kinder ja auf der Neo lagen und ich mehrmals täglich hin und her pendelte. Zum Glück im Rollstuhl, aber dennoch: aufrichten, aufstehen, hinsetzen. Wahnsinn wieviele Bauchmuskeln man für die kleinsten Bewegungen nutzt. Die extremen Schmerzen hielten 2 Tage. Dann wurde es langsam besser. Ab Tag 5 benötigte ich keine Schmerzmittel mehr. Ziepte noch öfters, vor allem wenn ich viel nach vorne gebeugt saß, aber nicht tragisch.
Zwei weitere Schmerzquellen gab es dennoch:
Verspannungsschmerzen von der PDA - so erklärten es mir zumindest die Schwestern. Fing in der 2. Nacht an glaub ich. Ein stechener Schmerz in der rechten Rippengegend, wodurch ich kaum atmen konnte. Ich war sehr kurzatmig und sehnte der nächsten Tablette entgegen. Hielt zum Glück auch nicht lange, hab jedoch vergessen wie lange... Vielleicht 2 Tage?
Ein ewiger Schmerzbegleiter war der in meinem Sitzfleisch. Wahnsinn wie unbequem die gepolsterten Liegen auf der Neonatologie waren. Ich stöhnte und humpelte tagelang auf der Neo nur deswegen herum!! Die Schwestern kannten das Problem, aber leider waren sie nicht befugt etwas besseres zu kaufen. Ich würde die Entscheidungsträger ja zwingen ein Wochenende auf diesen Liegen zu verbringen - dann hätten sie sicher Erbahmen mit den besorgten Eltern, die doch bloß ihre Frühchen halten wollten, ohne dass ihnen der Arsch abstirbt....

Ich hoffe ich habe nichts vergessen.
Habt ihr noch Fragen? Wollt ihr noch mehr lesen? Von der Zeit auf der Neo oder den Stillproblemen?
Hatte noch jemand einen Kaiserschnitt? Wie ging es euch mit den Schmerzen?

Sonntag, 27. Mai 2018

Doppelte Geburtstagsüberraschung

Hallo ihr Lieben!

Es heißt manche Schwangere wissen intuitiv wann die Geburt sein könnte und kurz vor Pfingsten fragte mich noch meine Schwägerin wie ich mich fühle und was mein Bauchgefühl sagt. Meine Antwort war:

Zitat aus Whatsapp:
Ich bin zu verkopft für Bauchgefühle 😅
Ich wäre überrascht wenn wir bis 14.6. schaffen. Wäre auch echt ehrgeiziges Ziel. 38+1 für Zwillinge. Sehr ungewöhnlich 😅
Dachte gestern schon 'vermutlich kommen sie nächste Woche und ich soll mir Tag aussuchen'. Hab dann überlegt ob mein Geb nicht doch einfach wäre. Weil 2x knapp hintereinander feiert man eh nie. Immer zusammen 🤔
Und ich bin eh kein großer Geb-Feier Mensch 🤔 entweder größerer Abstand zwischen den Tagen oder vllt doch am selben 🤔



Tja... Ich bin wohl intuitiver als gedacht!

Am 24. Mai (SSW35+1) bekam ich das schönste Geburtstagsgeschenk!
Unsere Mädels lösten Blasensprung aus und wurden wie geplant dann per Kaiserschnitt gesund geboren.



Detaillierter Geburtsbericht folgt später.
Jetzt hat kuscheln mit den Mäusen auf der Neonatologie Vorrang.


Mittwoch, 23. Mai 2018

Zwillingsschwangerschaft - Start SSW36 - dem Ende nahe

Hallo ihr Lieben!

Wir haben die magische SSW34 geschafft und ich kugel dem nächsten Meilenstein entgegen -> SSW37 wir kommen!!! Mit Abschluss dieser Woche wären unsere Zwillinge noch nicht mal Frühchen. Wuhuuuu wäre das cool! Mein Mann war ja ein Frühchen mit nur 2700g (SSW ist uns leider nicht bekannt) - Mädels das schafft ihr doch locker! Den Papa zeigen wirs ;)


Generell sind wir jetzt schon im sicheren Hafen. Die Mädels sind gut entwickelt. Außer ein paar Feinschliffsachen wird jetzt hauptsächlich wärmendes Fett aufgebaut und Kraft getankt. Vor allem letzteres ist mir sehr wichtig und da beiß ich die Zähne zusammen und bewältige diese letzten SEHR anstrengenden Wochen, damit die Mädels genug Kraft haben um direkt an der Brust zu saugen. Ich möchte bzw. werde definitiv stillen. Und wenn möglich ohne Abpumpen und per Flasche. Das ist mir zu umständlich und doof. 
Einerseits habe ich hier gute genetische Voraussetzungen. Vom Körperbau her bin ich wie meine Mama und ich tippe jetzt einfach darauf, dass ich nicht nur den optischen Umfang meiner Brüste ihr zu verdanken hab, sondern auch so eine tolle Milchbar bin :D Mama und auch ihre Schwester hatten bei allen Kindern immer enorm viel Milch und keinerlei Stillprobleme. Theoretisch wäre ich also die perfekte Zwillingsstillmama. Und andererseits habe ich durch Heike das Wissen, dass mit einer guten Stillberatung und viel Geduld und Willenskraft fast alles möglich ist! Und ich bin sehr hartnäckig und werde nicht so einfach aufgeben.

3. Trimester
Trotz allem Willen und Wünsche, kann es momentan jederzeit losgehen. Darum schreib ich jetzt gleich über dieses letzte Trimester, auch wenn wir im Idealfall noch 3 Wochen haben. Für eine Zwillingsschwangerschaft bin ich schon echt weit und jeder Tag ist gerade Bonus. Die Krankenhaustasche ist schon seit ein paar Wochen gepackt und den Ablauf bei einem Blasensprung habe ich mit meinem Schatz besprochen (hinlegen und Krankenwagen anrufen).

Beschwerden?
Puh wo fang ich da an? :D Naja ganz so schlimm ist es nicht. Das klassische Sodbrennen kam nicht wieder, dafür die Symphysenschmerzen. Wassereinlagerungen habe ich so gut wie keine. Nur wenn ich Socken trage, merke ich hinterher wie sie eingeschnitten haben (kann jedoch auch sein, dass meine Wadel fetter sind :D ). Zum Glück ist mir dank der Schwangerschafthormone eh immer so schön warm, dass ich seit Monaten keine Socken trage. Einzig meine Finger sind irgendwie leicht betroffen. Entweder Schwangerschaftsrheuma oder Wassereinlagerungen an den Knöcheln. Auf jeden Fall ist mein linker Ringfingerknöchel dicker als vor der SS und ich bekomme meinen Ehering nicht darüber :( Zum Glück habe ich den Ring in der SSW25 für die Cerclagen-OP abgenommen und vorsorglich nicht mehr angesteckt. Ich hoffe der Knöchel wird nach der Geburt wieder schlanker...
Am Beschwerlichsten ist der Bauch selbst und da kommen wir zum nächsten Thema:

Ende der Bettruhe
SSW32+1 - Gyn-Kontrolle sehr zufriedenstellend. Cerclage sah gut und ungestresst aus. Gebärmutterhals stabil auf 26mm (bei Druck 18) und Ärztin löste die strenge Bettruhe auf. Ich solle anfangen mich mehr zu bewegen, damit mein Kreislauf und Muskulatur wieder fit wird. Ja puh vor allem der Kreislauf machte nach kurzer Zeit sitzen oder stehen echt schlapp und obwohl wir Angst hatten, durch die Mehrbewegung doch eine Frühgeburt auszulösen, war ihr Argument "Sie müssen wieder fit werden um sich nach der Geburt schnell zu erholen" ein Totschlagargument. Damit hatte sie mich! Ich hatte vor wenig mehr Angst als davor, hinterher total schwach zu sein und mich nicht um die Mädels kümmern zu können.
Also folgten 2 Wochen kleines Kreislauftraining. Öfters am Sofa sitzen, nicht dauerliegen. Im sitzen essen statt seitlich liegend und kleine Umwege zum Bad oder auch mal ein kurzer Gang raus in den Garten. In Summe echt lächerlich wenig, aber nach 11 Wochen Bettruhe war das SEHR fordernd.
SSW34+2 - Gyn-Kontrolle mit gemischten Ergebnissen. Cerclage weiterhin top, GMH zwar bei 18mm aber voll ok (und ehrlich gesagt hatten wir mit weniger gerechnet). Dringende ärztliche Anweisung: jetzt wieder normal bewegen und auch mal kleine Spaziergänge machen. Die Zeit läuft uns sonst davon und ich war noch immer sehr schwach. Ja recht hat sie, aber boah... das sagt sich so leicht! Daheim dann motiviert 45 min gesessen und anschließend wollte ich aufstehen, die Blase erleichtern... Da heulte meine untere Rückenmuskulatur auf, dass ich keinen Schritt gehen konnte und mich sofort hinlegen musste. FUCK das war ein Schmerz, der mich noch dazu voll unvorbereitet erwischte. Es folgte kleine Verzweiflung und viele Tränen, bis ich wieder Mut hatte nun doch ins Bad zu schlurfen.
Tja eigentlich habe ich 2 Jahre vor der Schwangerschaft extra viel Pilates trainiert um meinen Körper auf eine SS vorzubereiten und dann entspannt die 9 Monate erleben konnte. Die 11 Wochen Bettruhe zerstörten diese Vorarbeit aber und so saß ich letztes Wochenende mit 20kg mehr und riesiger Kugel vorm Körper da - ohne Rückenmuskulatur. Jippie...
Ich hab mich dennoch durchgebissen und siehe da: es wurde jeden Tag besser und die Schmerzen traten kaum noch auf. Gibt es das tolle Muskelgedächtnis also doch? Hat sich das Training davor doch ausgezahlt und meine Kraft kehrt deshalb schneller zurück? Keine Ahnung - aber es erleichtert mich!

Fett angelegt habe ich deutlich an der Brust und Oberarmen. Die Hüften und Beine eher kaum.
Bauchnabel flach aber ploppt nicht raus. Hautrisse noch immer keine, ich bin echt erstaunt!!!

Daten der Mädels per SSW34+2
Linke Tretmaus: BEL wie immer und 1960g
Rechte Wellenmaus: SL wie immer und 1870g

Tret- und Wellenmaus?? Ja ich teste noch Kosennamen :D Bin aber wenig kreativ und gut, aber bald sehen wir sie und können sie richtig kennen lernen.
Meine linke Tochter sitzt seit Jänner stur in BEL und wo ich sie die ersten Monaten nie spürte, wegen der Vorderwandplazenta, so ist sie jetzt die kräftigste die mich zum Stöhnen und Jammern bringt. Boah die fußelt immer mächtig gegen meine Blase, Muttermund und gegen die Hosenbundlinie. Mein Mann war von väterlichen Stolz erfüllt, als er die festen Tritte an meiner Haut spürte. Das Mädel ist stark, eine Kämpferin (war sie doch das kleiner entwickelte Embryo und bis vor ein paar Wochen auch leichter) und sehr stur (BEL) :D
Unsere rechte Tochter ist eine sehr sanfte und ruhige. Obwohl sie durch SL toll gegen meine Rippen usw. treten könnte, tut sie es nicht. Sie produziert einfach nur lustige Wellen auf meinem Bauch.
Die Unterschiede sind echt stark und ich bin gespannt wie das dann außerhalb meines Bauches wird. :)

Meine Daten per SSW35+0
Gewicht: 74,1kg (+20,1kg seit SS-Beginn)
Bauchumfang: 112cm
Brustumfang: 98cm (+11cm) sehr gequetscht in zu engem BH gemessen
Unterbrust: 85cm (+9cm)

Ende nächster Woche ist die nächste Kontrolle und Besprechung der Geburt. Es wird sehr-sehr wahrscheinlich der geplante Kaiserschnitt wegen Beckenendlage. Termin ist schon reserviert, jetzt heißt es Daumen drücken, dass wir es bis dahin schaffen :) Wäre super mega toll!!

Freitag, 4. Mai 2018

Vernachlässigter Garten

Hallo ihr Lieben!

An der Schwangerschaftsfront gibt es endlich Lockerung bei den "Auflagen" für mich. :D Bei der Kontrolle diese Woche bekam ich die eindeutige Empfehlung nicht mehr nur streng zu liegen, sondern mich langsam mehr zu bewegen. Um die Muskeln wieder zu aktivieren und den Kreislauf zu stärken. Gerade letzteres ist echt nötig, weil ich von den 11 Wochen Bettruhe echt schwach bin. Und in spätestens 6 Wochen muss ich fit sein für die Geburt und die Zeit danach!
Also war heute der erste Tag wo ich mich mehr bewegte. Essen selbst in der Küche holte. Im sitzen aß uuuuuund ich gönnte mir einen ersten Rundgang draußen im Garten! Mal die "Schäden" durch die Vernachlässigung begutachten.

Rosenstrauch und roter Fächerahorn neben dem Pool

Natürlich wächst überall Unkraut in den kleinen Randbeeten und die Mähkante muss hier bald händisch von meinem Mann gemäht werden. Vorteil von dem hohen Unkraut: lässt sich schlussendlich leichter ausrupfen als so kleines Zeug ;)


Mein Erdbeerfeld ist sehr voll und dicht bepflanzt. Das liegt daran, dass ich letztes Jahr nicht "verjüngt" habe, sondern einfach die Pflanzen drin lies. Also hab ich viele Alterdbeeren und einige Jungerdbeeren. Man verjüngt ja scheinbar, weil ältere Pflanzen weniger Früchte bekommen und mit jährlich nur frischen Pflanzen ist die Ernte reicher. Naja ich hatte letztes Jahr keine Lust :D Die ersten Erdbeerblüten sind schon da und warten auf Bienchen.


Das Gemüsebeet des Grauens :D Letztes Jahr kam ich nicht mehr dazu alles winterfest zu machen und jetzt wuchert Unkraut in Hülle und Fülle. Puh!! Mal sehen ob ich meinen Mann motivieren kann, dass er hier mal alles ausreißt und umjähtet. Würde gerne dann für das restliche Jahr einfach Plane darüber legen und diese Jahr brach liegen lassen. Werde mit den Zwillingen nicht so viel Zeit dafür haben.


Im Hochbeet hat eine einzelne Salatpflanze den Winter überlebt und ist lustig dahin gewachsen :D Wurde heute direkt ausgerissen. Der "winterfeste" Rosmarin war mal wieder nicht winterfest, aber egal. Dafür ist der Schnittlauch schon schön hoch und wurde bereits viel genutzt in der Küche. In den nächsten Wochen werden wir hier frische Erde (u.a. den tollen Wurmhumus von unserer Wurmfarm) aufschütten und Salat usw. einpflanzen. Das Hochbeet lässt sich gut nutzen und leicht pflegen dieses Jahr, selbst mit Babys.


Auf Instagram hab ich schonmal gejubelt, dass das geplante Ausbreiten des Vergissmeinnicht geklappt hat und hier der Beweis :) Ich mag die unglaublich gerne und befüllt das noch etwas dünn bewachsene Südostbeet schön. Der Flieder hat übrigens auch überlebt!! Ich hab euch ja erzählt, dass uns jedes Jahr der Flieder in diesem Beet eingeht - wir vermuten dass es zu feuch ist. Wir haben extremen Lehmboden in unserer Region und hier steht oft nach heftigem Regen das Wasser.... Vielleicht haben wir Glück und die Entwässerung ist nicht mehr nötig. Ob sich der Boden auf natürliche weise auflockert durch Wurzeln und Pflanzen? Mal abwarten....


Auch am losen Rosenbogenweg wächst Unkraut bzw. süße kleine Vergissmeinnicht.


Fast hätte ich das Erblühen meines geliebten Zierlauch verpasst durch die Bettruhe! Aber jippie gerade noch rechtzeitig und perfektes Timing.

Ich freue mich sehr, dass ich nicht mehr so ans Sofa gefesselt bin und nicht bis zur Geburt liegen muss. Natürlich kann sich das kurzfristig noch ändern, aber jetzt gehts echt in die Endphase! In spätestens 6 Wochen sind wir frisch gebackene Eltern - waaaahnsinn!!! Obwohl es sehr beschwerlich ist mit dem Zwillingsbauch und den Symphysenschmerzen, hoffe ich doch so lange wie möglich zu schaffen - damit die Mädels kräftig genug sind direkt an der Brust zu saugen und keine Stillprobleme entstehen.

Ansonsten müsst ihr nicht fürchten, dass mein Blog ein reiner Mamablog wird. Die Zwillinge werden zwar viel meiner Zeit und Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen und manches werde ich euch  erzählen, aber Garten, Sport, Ernährung und Alltagseinblicke werden bald wieder Einzug halten. :) Da freue ich mich auch schon wieder darauf.

Freitag, 27. April 2018

Farben der Zwillinge - wenn schwarz auf blond trifft

Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich euch kurz davon erzählen wie gespannt sowohl wir werdende Eltern als auch unsere Familie und Freunde sind wie unsere zweieiige Mädchen wohl aussehen!! Mein Mann und ich sind große Gegensätze, sowohl im Charakter und Hobbys, als auch im Aussehen. Gerade letzteres wird spannend und schwer vorhersehbar.

Meine Eltern sind auch eher starke Gegensätze und haben sehr unterschiedliche Geschwister gezeugt. Mama und ihre ganze Familie sind eher dunkle Hauttypen. Dunkelbraune Haare, braune Augen, schnelle Bräune mit vielen Muttermalen. Papa widerrum stammt von deutschen Siedlner aus Rumänien ab (Siebenbürger), die im 2. Weltkrieg nach Österreich flüchteten und alle blond und blauäugig sind.
Das ergab bei uns drei Geschwistern zwei sehr hellblonde Kinder mit bräunlichen Augen und ein tiefdunkles Nesthäkchen mit dunkelbraunen Haaren, Augen und schneller Bräune. Mama erzählt immer gerne wie fassungslos die Krankenschwester war, als mein Bruder und ich, strohblond und sehr hellhäutig, Mama und unsere jüngere Schwester im Krankenhaus besuchten - die "pechschwarz" war :D Sie konnte gar nicht fassen, dass wir drei alle vom selben Vater abstammen! 

Mein Mann und ich sind ähnlich unterschiedlich.

Ich bin seit meiner Geburt blond, mal heller, mal dunkler. Je nachdem wieviele Stunden ich draußen verbringe. Als Kind war ich dauernd draußen und dementsprechend hell- bis strohblond. Mit eingeschränktem Sonnenlicht durch Schule und Vollzeitjob wurde ich dunkler - aber seitdem wir in unser wunderschönes Haus mit riesigem Garten gezogen sind, bin ich wieder erblondet. ;) Die blauen Augen habe ich nicht geerbt bekommen, aber die Farbpigmente sind vorhanden, denn mein grünbraun ist die Kombination aus blau-gelb-braun. Hauttyp ist weder sehr hellhäutig noch so zackbumm-Bräune wie bei Mama. Ich bin jedoch im Herbst und Winter nie blass, weil eine leichte Restbräune bestehen bleibt.
Was wir 3 Geschwister alle gemeinsam haben, sind die feinen Haare und dass sie nicht unbedingt mega dicht daher kommen. Vollbart oder Brustbehaarung ist bei meinem Bruder eher ein Fremdwort und selbst wenn er möchte nicht möglich.

Mini-Lenja immer mit grinsendem Mondgesicht und vollen Wangen.
Ich war noch nie schlank oder "dünn" im Gesicht ;) Immer etwas "speckig"

Mein Mann ist adoptiert, somit wissen wir nichts über seine leiblichen Eltern und das Erbe, dass in ihm schlummert. Aber feststeht, dass ein Elternteil Inder war, ob Vollinder oder auch nur teils werden wir wohl nie erfahren, aber man merkt meinem Mann den fremdländischen Anteil stark an. Er hat pechschwarze Haare, schokobraune Augen, wird schön braun, wenn er im Sommer viel draußen ist/wäre und als Baby hatte er diesen Mongolenfleck am Steißbein, den 99% der ostasiatischen Kinder haben. Zudem hat er eine starke Körperbehaarung, Vollbart in wenigen Tagen, kuschlige Brustbehaarung usw. (ist Geschmackssache und darüber kann man nicht wirklich diskutieren, aber zum Glück liebe ich meinen Kuschelbär genauso haarig wie er ist!).

Jetzt die spannende Frage:
Werden unsere Mädels alle schwarzhaarige Langhaars?
Oder werden die blauäugigen Gene meines Papas eine Generation überspringen und sich durchsetzen?
Eine ungewöhnliche Mischung aus beidem?
Oder bekommen wir sogar 2 völlig unterschiedliche Kinder? Sie sind ja zweiigig und daher wie normale Geschwister. Könnten also wie meine Schwester und ich sein - wir sind wie Tag und Nacht, hell und dunkel.

Bei all dem "oberflächlichen" Gerede ist es natürlich völlig egal wie sie aussehen! Obwohl das hoffentlich selbstverständlich ist, möchte ich es kurz schriftlich festhalten. Uns ist es völlig egal wie sie aussehen, ebenso welches Geschlecht sie haben. Hauptsache gesund. Gesundheit ist so ein wichtiges Gut und obwohl man viel zur Gesundheit von außen beisteuern kann, ist vieles doch leider genetisch vorherbestimmt und oft wie eine Arschlochkarte, die man bei der Enstehung im Mutterleib gezogen hat.
ABER wir sind optimistisch und es macht mehr Spaß während der Wartezeit/Schwangerschaft über sowas banales wie Hauttypen zu überlegen, als sich panisch Sorgen zu machen was alles schief gehen kann. Solche Ängste schieben wir weit weg, da wir es eh nicht ändern können und nicht in ständiger Sorge leben wollen.

Was glaubt ihr, wie sehen die Zwillinge aus?
Und wie ist das bei euch gewesen? Was hat sich bei euch oder euren Kindern durchgesetzt?

Freitag, 20. April 2018

Outing der Zwillinge - Team Blau oder Rosa oder Pärchen?

Hallo ihr Lieben!

Hier kommt das versprochene Geschlechts-Outing unserer Zwillinge. Eigentlich war es für Ostern geplant und groß angekündigt. Wollte es gleich nachdem wir unsere Familie eingeweiht haben endlich veröffentlichen. Aber leider kam einiges dazwischen und ein längst überfälliger Besuch meiner Besten wurde mehrmals verschoben und damit dann auch das Online-Outing. Weil natürlich wollte ich es ihr persönlich sagen und sie wusste es bis vor kurzem nicht.  Echt anstrengend dauernd aufzupassen bei den Pronomen und der Wortwahl! :D



Persönliche Erwartungen oder Wünsche?
Ich hab immer Jungs erwartet und mir vorgestellt. Weiß nicht wieso, war in den 15 Jahren Beziehung aber immer so :D Mein Mann tippte eher auf Mädchen, auch einfach aus einem Bauchgefühl heraus. Gewünscht haben wir uns nichts konkret - höchstens ein Pärchen. Ja das wäre fein. Ein kleiner Mini-Waldläufer und ein kleines Waldelfchen. Wir finden beide Geschlechter sehr toll, beides seine schönen Seiten, die schon toll wären zu genießen.
Beim Familien-Outing ließen wir vorher alle einen Tipp abgeben und hier wurde hauptsächlich auf ein Pärchen getippt. Auf Instagram war es eher ausgewogen, mit der tendenz zu Pärchen.

Das Outing beim Arzt gestaltete sich zögerlich, weshalb ich mehr Ultraschallkontrollen abwarten wollte, ob es dabei bleibt. Der rechte Zwilling lies schnell eine Prognose zu, aber links wurden erst die Oberschenkel fest zusammen gepresst und dann lag es so blöd, dass uns kein Blick vergönnt wurde. Da mussten wir etwas Geduld haben - aber schlussendlich gelang es den Ärzten ;)


Aber



am Ende



sagte



jede



Ultraschalluntersuchung



das selbe



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Völlig unerwartet für mich und auch für fast alle Verwandten :D Unser von Männern dominierter Haushalt bekommt weibliche Verstärkung! Wir haben uns gefreut - hätten uns aber auch über 2 Jungs gefreut. Hauptsache gesund und glücklich! Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich kurz traurig war, weil ich um den lang erträumten Mini-Waldläufer "gestorben" bin. Ich hatte mir schon sehr deutlich eine kleine Ausgabe von meinem Mann vorgestellt. Ein anständiger junger Mann, der mit den Werten meines Mannes aufwächst und später jemanden sehr glücklich machen wird - wie sein Papa ;) Aber wer weiß, vielleicht wollen wir irgendwann ein drittes Kind und das wird ein Junge? Mal abwarten.


In die Zukunft blickend hab ich auch schon Bammel ob wir unsere Mädels zu selbstbewussten jungen Frauen erziehen können. Ich finde Mädchen und junge Frauen haben es nochmal schwerer mit den gesellschaftlichen Erwartungen und selbst auferlegten Perfektionismus. Das stresst mich als baldige Mama schon im Vorhinein und mein Mann und ich sprachen viel darüber, wie wir Ihnen viel Selbstsicherheit und einen gefestigten Charakter geben können, damit sie glücklich ihren eigenen Weg gehen können.
Ich hoffe auch in 15 Jahren gibt es bessere Verhütuungsmöglichkeiten :D Und OMG mein Mann wird ein sehr beschützender Papa sein. Da müssen die Verehrer oder Verehrerinnen sich ins Zeug legen und wehe sie verletzten unsere Mädels :D Derjenige tut mir jetzt schon leid!


Ich sag ja immer "geschlechtsneutrale Kleidung ist oft süßer und gefällt uns besser" - aber ganz ehrlich: ein bisschen klischee-mädchenhaft finde ich ursüß und da komm ich nicht aus dem Schwärmen raus :D Hinzu kommt meine persönliche Abneigung gegen Blau AN MIR. Mal sehen welcher Farbtyp die Mädels werden und ob ein blaues Kleid nicht auch total bezaubernd aussehen würde. Als ich neulich im Krankenhaus lag, hab ich mich nämlich damit abgelenkt und mir vorgestellt, was für süße Kleider unsere Mädels nächstes Jahr auf der Hochzeit meines Bruders tragen könnten. hihi

Die Namen sind auch schon zu 99% sicher vergeben. Wir sprechen sie schon seit Monaten je links und rechts mit dem jeweiligen Namen an. Verraten werden sie online jedoch nicht. Mir ist die Privatsphäre von ihnen sehr wichtig und hoffentlich kann ich trotz des Mutterstolzes auch ihr Leben so wenig wie möglich präsentieren. Muss mir nach der Geburt passende Kosenamen überlegen, damit ich sie doch etwas benennen kann in Erzählungen.

Aufgrund der Bettruhe konnte ich keine Fotos von Babykleidung machen, die wir schon gekauft haben. Wäre einfach zu mühseelig. Deshalb ein bisschen online geguckt und den Text damit aufgelockert. Hier die Quellenangaben:
Links der Kleider: 1 - 2 - 3 - 4
Links der Bodys: 1 - 2 - 3 - 4

Und seid ihr jetzt so überrascht wie ich??

Donnerstag, 19. April 2018

Zwillingsschwangerschaft - Start SSW31 - jetzt wirds ernst

Hallo ihr Lieben!

Ja jetzt wirds ernst - und noch anstrengender!
Endlich die 20iger hinter uns und die lang ersehnte 3 vorne dran. Jede Woche mehr ist unglaublich wichtig für die Zwillinge, damit ihr Start ins Leben leichter wird. Meine Gyn freute sich gestern bei der Kontrolle mit uns und feierte den Start der SSW31 :)


Mit abgeschlossener SSW30 bin ich als Zwillingsmama eigentlich so rund wie eine Einlingsmama kurz vor der Geburt!!!! Und puh das spürt man!! Bauchumfang ist noch immer 105cm und auch das Gewicht, dass mittlerweile auf meinem Muttermund lastet, wäre eigentlich genug :D Insgesamt fast 3kg Babys, 2x Plazenta (durchschnittlich 500g je) und 2x Fruchtwasser (durchschnittlich 1kg je) ergibt 6kg! Und theoretisch hätte ich noch max. 10 Wochen und einige kg mehr vor mir!

Kein Wunder, dass Zwillingsmütter sehr häufig mit frühzeitig verkürztem Gebärmutterhals kämpfen und Frühgeburten oft die Regel sind. Und leider bin ich hier ja keine Ausnahme. Gestern bei der Kontrolle war er wieder kürzer als vor 2 Wochen, aber ich darf vorerst noch daheim strenge Bettruhe absolvieren. Die Cerclage hält noch gut und mein GMH verhielt sich bisher noch relativ stabil. Also nochmal Schonfrist daheim und hoffen, dass er nicht noch weiter schrumpft.
Aber ich muss sagen: je öfter ich ins Krankenhaus eingewiesen werde, desto weniger schlimm ist es. KH-Tasche ist schon immer halb gepackt und steht bereit. Ich kenne viele vom Personal, die Umgebung, die Routine und den Ablauf. Dennoch ist es natürlich daheim schöner und ich freue mich über jede Woche daheim, weil es die Zeit im Krankenhaus (die sicher noch kommen wird) reduziert.
Aktuell rechnen wir noch mit bitte-mindestens 4 Wochen bis SSW34+0 oder im Idealfall 8 Wochen bis SSW38+0.
Also 4-8 Wochen, was echt schon greifbar nahe klingt, oder?

Mein ganz eigener Schwangerschaftskalender. Jede Woche darf ich ein Kästchen ausmalen.

Das ständige Liegen fällt mir nicht mehr so schwer wie am Anfang, würde am liebsten gar nicht mehr aufstehen :D Sich vorsichtig aufsetzen und aufs Klo schlurfen ist immer anstrengend und schmerzhaft. Manchmal ziepen die Mutterbänder durch die Belastung (obwohl ich IMMER den Bauch mit den Händen mittrage um möglichst viel Gewicht abzufangen) und fast immer schmerzt das Schambein durch den Druck (Symphysenlockerung).
Die Zwillinge treten oder drücken auch super gerne Richtung Blase und Muttermund, was sehr unangenehm ist und mich ängstigt. Es ziept auch gelegentlich innerlich, wo ich vermute es ist die Cerclage um den inneren Muttermund, die beansprucht wird durch den Zwilling, der sich dagegen drückt. Ab heute liege ich mit 2 Kissen unterm Becken da und versuche so die Zwillinge etwas wegrutschen zu lassen. In der Hoffnung so den Druck zu reduzieren.

Aber gibt auch süßes zu berichten. ;)
Unser linker (führender und ständig in BEL liegender) Zwilling hat häufig Schluckauf :) Das ist schon knuffig, wenn da dauernd ein hicks zu spüren ist. Vorgestern hab ich mich auch beschwert, weil ich links so selten etwas spüre, durch die Vorderwandplazenta, was mich immer ängstigt und stresst. Rechts ist täglich Strampelparty und da weiß ich "alles ist ok" - links ist ewige Ruhe... War dann gemein als mein Mann die Hände auflegte und mit seinen hochsensiblen Tastsinnen Stupser spürte und als ich es versuchte, war da nichts. Und kaum gab ich auf, Hand weg, kam ein kräftiger Tritt. Da werde ich echt schon gemobbt! :D Eindeutig Papakind, sagte ich. Am nächsten Tag kam die Retourkutsche... Links ständig Tritte und Drücker ab 4 Uhr morgens - puh aua ja ich beschwer mich nie wieder! Dir gehts auch gut!
Der rechte Zwilling mit Hinterwandplanzenta sorgt dafür schon für sichtbare Bewegungen an der Bauchdecke außen. Das ist cool! Mein Mann hatte dann die geniale Idee einen Kugelschreiber auf meinen Bauch zu legen und da sah man dann noch deutlicher die feinen Bewegungen auf der Oberfläche - Kugelschreiber hüpfte und zuckte! Wenn ich es mal schaffe das zu filmen, werde ich es euch auf Instagram zeigen ;)

Die Zwillinge wiegen mittlerweile 1428g und 1368g und liegen wie meistens: rechts in Schädellage, links in Beckenendlage. Wird deshalb sehr wahrscheinlich ein geplanter Kaiserschnitt spätestens rundum SSW38+0. Hätte ich mir so nicht gewünscht, aber ist halt so. Hab schon viel darüber gelesen und mich mental darauf vorbereitet, damit ich das beste drauß machen kann.

Das versprochene Outing an Ostern hab ich nicht vergessen. Leider kamen einige Sachen dazwischen und der wichtigste Faktor war hier meine beste Freundin. Der ich es noch immer nicht persönlich sagen konnte und die Vorrang hat. Hoffentlich klappt ein Treffen dieses Wochenende, dann darf ich auch euch erlösen und endlich das Geheimnis lüften.

Wer hatte schonmal einen Kaiserschnitt?
Wie ging es euch danach? Wie lange durftet ihr gewisse Dinge nicht tun und ab wann war Rückbildung oder leichter Sport möglich?
Wie ging es euch mit Milcheinschuss und Stillen?
Habt ihr Tipps?
Hat hier jemand diese Stützslips passend für Kaiserschnitte verwendet? Wie fandet ihr die?